Material: Punzen & Marken
Schleifstrich
Eingeschliffene Linie durch die Porzellanmarke, mit der Manufakturen zweite Wahl oder unbemalt verkaufte Ware kennzeichneten.
Porzellanmanufakturen sortierten ihre Ware nach dem Brand. Stücke mit Brandrissen, Verfärbungen, Glasurfehlern oder Formabweichungen erhielten mit der Schleifscheibe einen oder mehrere Striche durch die Marke. Meissen, KPM Berlin und Augarten nutzten das Verfahren. Bei Meissen kennzeichneten Schleifstriche auch weißes Porzellan, das an Hausmaler und Dekorationsbetriebe außerhalb der Manufaktur verkauft wurde; die spätere Bemalung stammt dann nicht aus Meissen, auch wenn die Marke echt ist.
Der Strich ist eine flache, matte Kerbe in der Glasur, quer über Marke oder Zepter. Ein Strich bedeutet meist zweite Wahl, mehrere Striche geringere Sortierungen; die Zählweise unterscheidet sich je nach Manufaktur und Zeit. Mit der Fingerkuppe ist die Kerbe spürbar. Kratzer durch Gebrauch verlaufen dagegen unregelmäßig und betreffen auch die Umgebung der Marke. Ein Foto der Unterseite genügt meist für die Ersteinschätzung.
Ein Schleifstrich mindert den Wert spürbar, schließt Interesse aber nicht aus, wenn der Fehler kaum sichtbar ist. Entscheidend ist, wo bemalt wurde: Manufakturmalerei auf zweiter Wahl wird anders bewertet als eine nachträgliche Fremdbemalung. Ganz weggeschliffene Marken können darauf hindeuten, dass ein Schleifstrich verborgen werden sollte.
So prüfen Sie es
- matte Kerbe quer durch die Marke
- ein oder mehrere Striche
- mit der Fingerkuppe spürbar
- Hinweis auf zweite Wahl oder Fremdbemalung
- weggeschliffene Marke als Warnsignal
Schleifstrich verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Sparten
Ebenfalls: Punzen & Marken
- Amtsbuchstabe A
- Augarten-Marke
- Bindenschild-Marke
- CCM-Punze
- Dianakopf-Punze
- Englische Hallmarks
- Fiskalstempel
- Halbmond und Krone
- Herend-Marke
- Jahresstempel und Dreherzeichen
- KPM-Zeptermarke
- Lobmeyr-Signatur
- Meissener Schwertermarke
- Meistermarke
- Minerva-Punze
- Österreichische Feingehaltspunzen 1866
- Österreichische Feingehaltspunzen 1922 und 1937
- Russische Punzen
- Taxstempel
- Wiener Beschauzeichen
- WW-Monogramm
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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