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Dosen, Miniaturen & Objets de vertu im 15. Bezirk, 1150 Wien

Tanzordnungen, Reisenécessaires und Andenken aus Rudolfsheim-Fünfhaus

Vorstadtbälle in Schwenders Kolosseum, Abfahrten vom Westbahnhof: In Fünfhauser Laden liegen Tanzordnungen, Reisenécessaires und Kaiserandenken.

Altmieter, die fünfzig oder siebzig Jahre in derselben kleinen Gründerzeitwohnung lebten, hinterlassen Kleinkunst auf engem Raum: Tanzordnungen von Vorstadtbällen, Reisenécessaires in Leder, Andenkendosen von Fahrten mit der Westbahn, Gedenkmedaillen und Porzellandosen mit dem Kaiserpaar Franz Joseph und Elisabeth. In den Kellerabteilen stehen Koffer mit Weihnachtsschmuck aus Glas, Zigarettenetuis und Pillendosen. Aus Gewerbehöfen in Sechshaus und Reindorf kommen gelegentlich Werkstattstücke aus Messing und Horn.

In Schwenders Kolosseum und den Tanzsälen von Fünfhaus und Rudolfsheim musizierten im 19. Jahrhundert Walzerkapellen und Volksmusiker vor Wienern aus allen Vorstädten; Tanzordnungen mit Bleistift erinnern daran. Nach Kronprinz Rudolf wurde die Gemeinde 1863 benannt, im Westbahnhof steht die Statue der Kaiserin Elisabeth. Die Westbahn nach Linz eröffnete 1858. Maria vom Siege, der Kuppelbau über achteckigem Grundriss, stammt von Rathausarchitekt Friedrich von Schmidt.

Tanzordnungen bitte mit Stift und Kordel lassen, die Vollständigkeit zählt. Reisenécessaires prüfen wir auf Silbermontierungen und Punzen in den Deckeln. Wird ein Dachboden für einen Ausbau frei, sehen wir Koffer und Kisten vor dem Räumtermin durch. In Altbauten ohne Lift tragen wir verpackt hinunter. Silber und Gold zahlen wir mindestens zum Tageswert.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Tanzordnungen und Ballspenden von Vorstadtbällen – Schwenders Kolosseum und die Tanzsäle der Vororte.
  • Reisenécessaires und Reiseandenken – Westbahnhof seit 1858.
  • Gedenkdosen mit Franz Joseph und Elisabeth – Namensbezug zu Kronprinz Rudolf, Elisabeth-Statue im Westbahnhof.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Fragen zu Dosen, Miniaturen & Objets de vertu

Woran erkenne ich eine gedruckte Miniatur?

Unter einer Lupe zeigt ein Druck ein gleichmäßiges Punktraster, eine gemalte Miniatur dagegen Pinselstriche und Punktierung in unterschiedlicher Dichte. Gedruckte Stücke sitzen oft hinter gewölbtem Glas in Messingrahmen mit Fadenkranz.

Haben Wiener Ballspenden einen Wert?

Ja, besonders Damenspenden aus der Zeit um 1900 mit Entwürfen der Wiener Werkstätte oder bekannter Firmen. Vollständige Spenden mit Tanzordnung, Bleistift und Etui sind gefragter als lose Einbände. Sammlungen mehrerer Jahrgänge bewerten wir gemeinsam.

Ist mein Fabergé-Stück echt?

Fabergé gehört zu den meistgefälschten Namen. Echtheit zeigen Punzen, Arbeitsmeister, Qualität von Email und Steinschnitt und eine nachvollziehbare Herkunft. Wir prüfen das am Objekt und sagen Ihnen offen, wenn ein Stück eine spätere Nachahmung ist.

Kaufen Sie Dosen und Fächer aus Schildpatt?

Nur mit artenschutzrechtlichen Nachweisen, da die Karettschildkröte in CITES-Anhang I steht. Vieles, was nach Schildpatt aussieht, ist Horn oder Celluloid; das prüfen wir vorab.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.