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Dosen, Miniaturen & Objets de vertu

Silhouetten und Scherenschnittporträts

Schattenrisse in Profil, geschnitten, gemalt oder hinter Glas, aus der Zeit zwischen etwa 1760 und 1840.

Im späten 18. Jahrhundert wurde der Schattenriss zur preiswerten Alternative zum gemalten Bildnis. Man zeichnete den Schatten des Profils an einer Wand nach, verkleinerte ihn mit dem Storchschnabel und schnitt ihn aus schwarzem Papier oder malte ihn mit Tusche auf Karton, Gips oder die Rückseite einer Glasplatte. Johann Caspar Lavater nutzte Silhouetten für seine Physiognomik, in Wien verlegte Hieronymus Löschenkohl Schattenrisse der kaiserlichen Familie und bekannter Persönlichkeiten. Familien ließen ganze Galerien von Profilen anfertigen, oft in schwarzen Rahmen mit Messingaufhängung.

Den Wert bestimmen Qualität, Alter, Dargestellte, Technik und Rahmen. Silhouetten mit feiner Binnenzeichnung in Gold, Hinterglas-Silhouetten und Serien einer Familie sind gesucht, ebenso signierte Arbeiten und Stücke mit beschrifteter Rückseite. Verblasste Tusche, Stockflecken und ersetzte Gläser mindern den Wert. Im späten 19. und 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche Scherenschnitte für Touristen, die einfacher und gleichmäßiger wirken. Originalrahmen der Biedermeierzeit bewerten wir mit.

Woran man es erkennt

  • Geschnittene Silhouetten
  • Hinterglas-Silhouetten
  • Löschenkohl-Schattenrisse
  • Familiengalerien von Profilen
  • Silhouetten mit Goldzeichnung
  • Biedermeier-Rahmen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.