Konstruktivismus im 3. Bezirk, 1030 Wien
Konstruktivismus auf der Landstraße: Kiesler im Konzerthaus 1924
1924 zeigte Friedrich Kiesler im Konzerthaus die Internationale Ausstellung neuer Theatertechnik mit seiner Raumbühne – Wiens Begegnung mit der konstruktivistischen Avantgarde.
Das Konzerthaus, 1913 von Fellner & Helmer mit Ludwig Baumann errichtet, war 1924 Schauplatz der Internationalen Ausstellung neuer Theatertechnik. Friedrich Kiesler organisierte sie und baute dafür seine Raumbühne, eine frei stehende Konstruktion aus Stahl. Gezeigt wurden Bühnenentwürfe der Avantgarde aus mehreren Ländern. In denselben Jahren gaben ungarische Künstler um Lajos Kassák im Wiener Exil die Zeitschrift „MA“ heraus. Mit Akademietheater und Musikuniversität blieb die Gegend um den Heumarkt ein Ort für Bühne und Musik.
Konstruktivistische Originale sind im Wiener Handel selten. Gesucht sind Ausstellungskataloge und Plakate von 1924, Hefte der Zeitschrift „MA“, Druckgrafik und Typografie der Zwischenkriegszeit, Bühnenbildentwürfe und Fotografien. Bei Zeitschriften und Katalogen zählen Vollständigkeit, Umschlag und Erhaltung, bei Grafik Druckverfahren und Signatur. Viele Plakate und Drucke der 1920er-Jahre wurden später nachgedruckt; Papier, Rasterbild und Format geben Aufschluss. Musikerhaushalte des Bezirks bewahren außerdem Programmhefte des Konzerthauses aus diesen Jahren.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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