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Ikonen & sakrale Kunst im 18. Bezirk, 1180 Wien

Sakrale Kunst aus Währing: Kreuzigungsgruppe und Cottage-Sammlungen

Johann Martin Fischers Kreuzigungsgruppe in St. Gertrud, Schmidts Weinhauser Kirche und der jüdische Friedhof von 1784: Währing hat viele sakrale Schichten.

Im Cottageviertel sammelten Universitätsprofessoren, Ärzte und Industrielle häufig auch sakrale Kunst: russische Ikonen, spätgotische Reliefs, barocke Ölskizzen, Kruzifixe mit Corpus aus Elfenbein oder Bronze. Im Cottage lebten bis 1938 zudem viele jüdische Familien, deren Ritualobjekte nach der Vertreibung oft verloren gingen. In den biedermeierlichen Weinbauernhäusern von Gersthof und Pötzleinsdorf sind dagegen Hausaltäre, Hinterglasbilder und Andachtsbilder bäuerlicher Frömmigkeit zu erwarten, dazu Votivbilder aus Wallfahrten.

Johann Martin Fischer schuf um 1799 die Kreuzigungsgruppe in der Währinger Pfarrkirche St. Gertrud und wurde auf dem alten Ortsfriedhof bestattet, dem heutigen Schubertpark mit den ursprünglichen Grabdenkmälern Beethovens und Schuberts. Friedrich von Schmidt baute die neugotische Weinhauser Pfarrkirche in der Gentzgasse, und die Gersthofer Pfarrkirche gehört zum alten Ortskern. An der Schrottenbachgasse liegt seit etwa 1784 der jüdische Friedhof Währing, einer der ältesten der Stadt.

Bei Sammlungsstücken aus dem Cottage fragen wir nach Inventaren, Rechnungen und Rückstellungsunterlagen, denn nach 1938 wechselten viele Objekte unfreiwillig den Besitzer. Kruzifixe mit Corpus aus Elfenbein sind nur mit Bescheinigung nach der Verordnung (EU) 2021/2280 handelbar. Fotografieren Sie Rückseiten, Sockel und Punzen; die kostenlose Besichtigung reicht vom Souterrain bis zum Dachboden.

Was in Währing häufig auftaucht

  • Russische Ikonen, spätgotische Reliefs und barocke Ölskizzen – Sammlerhaushalte im Cottage; die Herkunft wird geprüft
  • Judaica – jüdische Familien im Cottage vor 1938; Prüfung auf verfolgungsbedingten Entzug
  • Hausaltäre und Hinterglasbilder – Weinbauernhäuser in Gersthof und Pötzleinsdorf

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 18. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.