Künstler: Zwischenkriegszeit
Josef Floch
Maler, Lithograf, 1894–1977, Wien – Paris – New York
Wiener Maler stiller Figurenbilder und Interieurs; Hagenbund, ab 1925 in Paris, ab 1941 in New York.
Josef Floch studierte 1913–1918 an der Wiener Akademie bei Rudolf Bacher und Franz Rumpler und lernte dort die Kunsthistoriker Hans und Erika Tietze kennen, die ihn förderten. Nach dem Studium wurde er Mitglied des Hagenbunds. 1925 übersiedelte er mit Hilfe seines Freundes Willy Eisenschitz nach Paris und stellte im Salon d'Automne, im Salon des Tuileries und bei Berthe Weill aus. 1941 emigrierte die Familie über Spanien in die USA. Floch starb 1977 in New York.
Floch malte Landschaften, Figurenbilder und Bildnisse, häufig Gruppen von Menschen in ruhigen Innenräumen, an Fenstern oder in weiten Landschaften. Hans von Marées und Paul Cézanne prägten seine Bildordnung mit festen, flächigen Formen und zurückhaltender Farbe. Daneben arbeitete er als Lithograf. 1942 erschien in Paris die erste Monografie über ihn. Viele Figuren wirken in sich gekehrt, die Räume sind kahl und ruhig.
Flochs Werke stammen aus Wiener, französischem und amerikanischem Besitz; Händler- und Ausstellungsetiketten verraten oft die Station. Signatur und Datierung sind mit dokumentierten Arbeiten abzugleichen. Lithografien sind meist mit Bleistift signiert. Bei Bildern aus der Wiener Zeit vor 1925 und bei Werken, die nach 1938 in Österreich verblieben, ist die Provenienz zu prüfen.
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