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Ikonen & sakrale Kunst im 14. Bezirk, 1140 Wien

Sakrale Kunst aus Penzing: Kirche am Steinhof und Jugendstil

Leopold Forstner schuf Glas und Altarmosaik der Kirche am Steinhof, Koloman Moser entwarf die Fenster: In Penzing steht ein Hauptwerk sakraler Kunst des Jugendstils.

In Hütteldorfer und Hadersdorfer Villen der Zeit um 1900 finden sich nicht selten sakrale Objekte im Geschmack der Erbauer: Jugendstil-Kruzifixe aus Bronze, Madonnenreliefs aus Majolika, Glasbilder in Bleifassung, daneben ältere Barockfiguren aus Familienbesitz. Werden diese Häuser aufgelöst, kommen ganze Einrichtungen auf einmal zur Entscheidung. In den Gründerzeitwohnungen von Breitensee und den Gemeindebauten wie dem Hugo-Breitner-Hof überwiegen Andachtsbilder, Rosenkränze und Wallfahrtsandenken.

Eine vergoldete Kuppel krönt die Kirche am Steinhof, die Otto Wagner 1904–1907 baute; Richard Luksch schuf die Figuren der Heiligen Leopold und Severin an der Fassade. Koloman Moser entwarf die Glasfenster, Leopold Forstner fertigte bis 1912 Glas und Altarmosaik; für die zweite Wagner-Villa an der Hüttelbergstraße war er 1912/13 ebenfalls tätig. Die Penzinger Pfarrkirche und Schloss Hadersdorf gehören zur älteren Schicht. Am Steinhof erinnert eine Gedenkstätte an die Krankenmorde der NS-Zeit.

Glasbilder in Bleifassung und Mosaikteile bitte nicht aus Fenstern oder Wänden lösen; ob ein Ausbau sinnvoll und erlaubt ist, klären wir vor Ort, auch mit Blick auf den Denkmalschutz. Fotografieren Sie Signaturen und Werkstattstempel. Die kostenlose Besichtigung in Hadersdorfer Villen und an der Hüttelbergstraße umfasst Dachboden und Hauskapelle, falls vorhanden.

Was in Penzing häufig auftaucht

  • Jugendstil-Kruzifixe, Madonnenreliefs und Glasbilder – Villen der Zeit um 1900 in Hütteldorf und Hadersdorf
  • Glasmosaik und Glasmalerei – Arbeiten Leopold Forstners; die Kirche am Steinhof dient als Vergleich
  • Andachtsbilder und Wallfahrtsandenken – Gründerzeitwohnungen und Gemeindebauten in Breitensee

Mit Bezug zu Penzing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 14. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 14. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.