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Ikonen & sakrale Kunst im 23. Bezirk, 1230 Wien

Sakrale Kunst aus Liesing: Wotrubakirche, Kalksburg und Rodaun

Fritz Wotrubas Kirche aus 152 Betonblöcken, Kalksburgs Jesuitenkolleg und die Bergkirche von Rodaun: Liesing umfasst sakrale Kunst vom Dorf bis zur Nachkriegsmoderne.

Familien in Kalksburg, Rodaun und Mauer, deren Kinder das Jesuitenkolleg besuchten oder die in den Pfarren der alten Weindörfer verwurzelt sind, bewahren oft Andachtsbilder, Primizbilder, Rosenkränze und kleine Hausaltäre. In den Villen um 1900 kommen gefasste Holzfiguren und Kruzifixe aus älterem Besitz hinzu, in Winzerhäusern Figuren des heiligen Urban. Sammler der Nachkriegsmoderne im Bezirk besitzen mitunter religiöse Grafik und Kleinplastik aus dem Umfeld der Wotruba-Rezeption.

Die Wotrubakirche, geweiht der Heiligsten Dreifaltigkeit, fügte Fritz Wotruba 1974–1976 auf dem Georgenberg aus 152 unterschiedlich großen Betonblöcken, zwischen denen schmale Glasflächen Licht in den Raum lassen. Das Jesuitenkolleg in Kalksburg wurde 1856 gegründet, die Kalksburger Pfarrkirche und die Rodauner Bergkirche gehören zur älteren Schicht der Weinorte. Damit reicht sakrale Kunst im Bezirk von der Dorfkirche bis zur Plastik in Architekturform.

Objekte aus dem Umfeld des Kollegs oder der Pfarren – Messkelche, Leuchter, Paramente – setzen einen belegten Erwerb aus Privathand voraus. Andachtsbilder und Primizbilder aus Familienbesitz sehen wir uns im Konvolut an. Zum kostenlosen Termin in Maurer und Rodauner Häusern gehören Dachboden, Keller und Presshaus; Fotos von Rückseiten und Punzen helfen vorab.

Was in Liesing häufig auftaucht

  • Andachtsbilder, Primizbilder und Hausaltäre – Familien im Umfeld des Jesuitenkollegs Kalksburg und der alten Weinorte
  • Gefasste Holzfiguren und Kruzifixe – Villen der Zeit um 1900 in Rodaun und Mauer
  • Religiöse Grafik und Kleinplastik der Nachkriegsmoderne – Wotruba-Rezeption und Sammler im Bezirk

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 23. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Kaufen Sie Objekte aus Kirchen oder Kapellen?

Nur wenn der rechtmäßige Erwerb belegt ist, etwa durch eine Bestätigung der Pfarre, Erbunterlagen oder alte Kaufbelege. Ohne solche Nachweise übernehmen wir kein Kirchengut. Wir sehen uns die Unterlagen gern vorab an.

Darf ich eine nachgedunkelte Ikone reinigen?

Bitte nicht. Der dunkle Firnis aus Leinöl liegt direkt auf der Malschicht, und Lösungsmittel oder Wasser zerstören sie. Abnahme und Festigung sind Aufgaben für Restauratoren; für die Bewertung reicht der jetzige Zustand.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.