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Ikonen & sakrale Kunst im 15. Bezirk, 1150 Wien

Sakrale Kunst aus Rudolfsheim-Fünfhaus: Neugotik und Christkönig

Maria vom Siege, die Kuppelkirche Friedrich von Schmidts, und Clemens Holzmeisters Christkönigskirche: Rudolfsheim-Fünfhaus verbindet Historismus und Kirchenbau der Zwischenkriegszeit.

In den kleinen Altbauwohnungen um Schwendermarkt, Reindorfgasse und Meiselmarkt hat sich Hausandacht aus mehreren Generationen angesammelt: Kommunion- und Firmungsbilder, Weihwasserkessel, Gebetbücher mit Silberschließe, Rosenkränze, gelegentlich eine kleine Holzfigur oder ein Hausaltärchen aus der Monarchie. Kellerabteile der Gründerzeithäuser bergen Kisten mit Krippenfiguren und Kerzenleuchtern. Weil viele Altmieter jahrzehntelang an derselben Adresse lebten, ist der Bestand oft vollständiger als in jüngeren Haushalten des Bezirks.

Über achteckigem Grundriss wölbt sich die Kuppel von Maria vom Siege, 1868–1875 nach Plänen des Rathausarchitekten Friedrich von Schmidt gebaut; Clemens Holzmeister folgte 1933/34 mit der Christkönigskirche in Neufünfhaus. So stehen im Bezirk zwei Epochen nebeneinander: die Neugotik des Historismus und der Kirchenbau der Zwischenkriegszeit. Im November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten den Turnertempel; seit 2011 erinnert in der Turnergasse ein Gedenkort an die Synagoge.

Gebetbücher mit Silberbeschlag und Medaillen aus Edelmetall prüfen wir auf Punzen; einfache Devotionalien nehmen wir im Konvolut. Fotos von Rückseiten und Einbänden genügen für eine erste Einschätzung. Bei der kostenlosen Besichtigung öffnen wir auch die Kisten im Kellerabteil. Drängt die Wohnungsrückgabe, kann unsere Schwesterseite entruempelung-danube.at nach dem Ankauf die Räumung übernehmen.

Was in Rudolfsheim-Fünfhaus häufig auftaucht

  • Kommunionbilder, Weihwasserkessel und Gebetbücher – Altmieterwohnungen um Schwendermarkt und Reindorfgasse
  • Krippenfiguren und Kerzenleuchter – Kellerabteile der Gründerzeithäuser

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 15. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Wie gehen Sie mit Judaica um?

Mit besonderer Sorgfalt bei der Herkunft. Viele jüdische Familien in Wien wurden ab 1938 beraubt; deshalb fragen wir nach Erwerbsgeschichte und Familienunterlagen und prüfen öffentlich zugängliche Verlustdatenbanken. Gut dokumentierte Stücke übernehmen wir gern.

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Wie alt ist meine Ikone?

Von vorn lässt sich das selten sagen, weil Ikonen über Jahrhunderte in gleichen Formen gemalt wurden. Aussagekräftiger sind Rückseite, Holz, Querleisten, Kreidegrund und Inschriften. Schicken Sie uns deshalb immer auch ein Foto der Rückseite.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.