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Ikonen & sakrale Kunst im 11. Bezirk, 1110 Wien

Sakrale Kunst aus Simmering: Zentralfriedhof und Friedhofskirche

Max Hegeles Friedhofskirche mit Leopold Forstners Fenstern und Mosaiken, Holzmeisters Feuerhalle und die Ehrengräber: Simmering lebt mit der Wiener Grabkunst.

Rund um den Zentralfriedhof ließen sich Steinmetze, Bildhauer, Friedhofsgärtner und Bestatter nieder, und aus ihren Familien stammen Gipsmodelle von Grabengeln, kleine Bronzekruzifixe, Entwürfe für Grabplastik und Musterbücher. In den übrigen Haushalten des Bezirks, vom Gemeindebau an der Hauptstraße bis zum Siedlungshaus in Kaiserebersdorf, sind Sterbebilder, Trauerschmuck, Rosenkränze, Grablaternen und Andachtsgegenstände häufig, oft in Gebetbüchern verwahrt, die über Generationen weitergegeben wurden.

Max Hegele schuf das Hauptportal des Zentralfriedhofs und 1908–1911 die Kirche zum heiligen Karl Borromäus, einen Kuppelbau des späten Jugendstils; Leopold Forstner gestaltete 1911 ihre Fenster und Mosaiken. Clemens Holzmeisters Feuerhalle gegenüber entstand 1921/22. In den Alten Arkaden zeigen Gruftanlagen des Historismus Mosaiken, Bronzen und figürlichen Grabschmuck, in den jüdischen Abteilungen beim Ersten und Vierten Tor stehen Grabsteine mit hebräischen Inschriften.

Grabschmuck, Kruzifixe oder Laternen, die von einem Grab stammen, übernehmen wir nur, wenn der rechtmäßige Erwerb belegt ist, etwa bei der Auflösung einer Grabstelle mit Bestätigung der Friedhofsverwaltung. Werkstattbestände von Steinmetzen und Bildhauern – Modelle, Entwürfe, Werkzeug – betrachten wir beim kostenlosen Termin als geschlossenen Bestand. Fotos von Signaturen und Gießerstempeln helfen vorab.

Was in Simmering häufig auftaucht

  • Gipsmodelle, Kleinbronzen und Entwürfe für Grabplastik – Steinmetz- und Bildhauerbetriebe beim Zentralfriedhof
  • Sterbebilder, Trauerschmuck und Andachtsgegenstände – Friedhofs- und Bestattungskultur des Bezirks
  • Rosenkränze und Gebetbücher – Erbstücke aus Arbeiter- und Gärtnerfamilien

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 11. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Haben gedruckte Ikonen einen Wert?

Einen bescheidenen, der vor allem vom Beschlag abhängt. Druckikonen mit Silber- oder Emailoklad sind gefragt, Druckikonen mit Messingrahmen deutlich weniger. Auf Fotos lässt sich der Unterschied meist erkennen.

Wie gehen Sie mit Judaica um?

Mit besonderer Sorgfalt bei der Herkunft. Viele jüdische Familien in Wien wurden ab 1938 beraubt; deshalb fragen wir nach Erwerbsgeschichte und Familienunterlagen und prüfen öffentlich zugängliche Verlustdatenbanken. Gut dokumentierte Stücke übernehmen wir gern.

Können geweihte Gegenstände wie Kelche verkauft werden?

Kelche, Monstranzen und andere liturgische Geräte aus Privatbesitz können verkauft werden, wenn ihre Herkunft geklärt ist. Ausgenommen sind Reliquien, deren Verkauf das Kirchenrecht untersagt. Bei Klosterarbeiten mit Reliquienpartikeln besprechen wir den Umgang im Einzelfall.

Kaufen Sie auch neu gemalte Ikonen?

Zeitgenössische Ikonen aus Griechenland, Russland oder Rumänien haben meist einen kleinen Markt. Wir sehen sie uns an, vor allem wenn sie signiert sind oder in einem größeren Bestand mitkommen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.