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Ikonen & sakrale Kunst im 17. Bezirk, 1170 Wien

Sakrale Kunst aus Hernals: Kalvarienberg und Fastenmarkt

Nach der Gegenreformation entstand am Kalvarienberg ein Wallfahrtsziel mit Stationenweg; der Fastenmarkt verkauft dort bis heute Devotionalien.

Wallfahrtsandenken vom Kalvarienberg, Andachtsbilder und Devotionalien vom Fastenmarkt finden sich in vielen Hernalser Haushalten, oft über Generationen gesammelt und in Kästen oder Gebetbüchern verwahrt. In den Siedlungshäusern am Heuberg hängen Kruzifixe und Hausaltärchen der Zwischenkriegszeit, in Dornbacher und Neuwaldegger Landhäusern auch gefasste Barockfiguren und Andachtsbilder aus älterem Familienbesitz. Im dicht bebauten Osten um den Elterleinplatz kommen Sterbebilder und Rosenkränze hinzu.

Hernals war im 16. Jahrhundert protestantisch geprägt: Unter den Jörgern zogen Wiener Bürger zu evangelischen Gottesdiensten vor die Stadt. Die katholische Antwort kam im 18. Jahrhundert mit dem Kalvarienberg, dessen Passionsszenen in Grotten und kleinen Kapellen rund um das Gotteshaus aufgestellt sind. Das Salzburger Stift St. Peter, dem Dornbach seit dem Mittelalter unterstand, hielt hier Weingärten und einen Gutshof; die Dornbacher Pfarrkirche bewahrt Teile älterer Bauphasen.

Was am Fastenmarkt gekauft wurde, ist meist Serienware; ältere Stücke wie gefasste Wachsfiguren, Klosterarbeiten oder Wallfahrtsmedaillen aus Silber lohnen dagegen einen genauen Blick. Figuren oder Teile, die vom Stationenweg oder aus der Kalvarienbergkirche stammen könnten, übernehmen wir nur mit Nachweis. Für die kostenlose Besichtigung am Heuberg und in Neuwaldegg genügen vorab einige Übersichtsfotos.

Was in Hernals häufig auftaucht

  • Devotionalien, Andachtsbilder und Wallfahrtsandenken – Wallfahrtstradition des Kalvarienbergs
  • Kruzifixe und Hausaltärchen – Siedlungshäuser am Heuberg
  • Gefasste Barockfiguren – Landhäuser in Dornbach und Neuwaldegg

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 17. Bezirk.

Künstler

35

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

14

Fragen zu Ikonen & sakrale Kunst

Ist eine Ikone mit Silberoklad mehr wert?

Oft ja, aber nicht immer aus demselben Grund. Bei gedruckten Ikonen trägt der Oklad häufig den größeren Teil des Werts, bei gemalten Ikonen ergänzen sich Malerei und Silber. Oklad und Ikone sollten in jedem Fall zusammenbleiben.

Kaufen Sie Objekte aus Kirchen oder Kapellen?

Nur wenn der rechtmäßige Erwerb belegt ist, etwa durch eine Bestätigung der Pfarre, Erbunterlagen oder alte Kaufbelege. Ohne solche Nachweise übernehmen wir kein Kirchengut. Wir sehen uns die Unterlagen gern vorab an.

Darf ich eine nachgedunkelte Ikone reinigen?

Bitte nicht. Der dunkle Firnis aus Leinöl liegt direkt auf der Malschicht, und Lösungsmittel oder Wasser zerstören sie. Abnahme und Festigung sind Aufgaben für Restauratoren; für die Bewertung reicht der jetzige Zustand.

Haben gedruckte Ikonen einen Wert?

Einen bescheidenen, der vor allem vom Beschlag abhängt. Druckikonen mit Silber- oder Emailoklad sind gefragt, Druckikonen mit Messingrahmen deutlich weniger. Auf Fotos lässt sich der Unterschied meist erkennen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.