Material: Punzen & Marken
Meissener Schwertermarke
Gekreuzte Schwerter in Unterglasurblau, Marke von Meissen seit den 1720er-Jahren, mit Varianten zur Datierung.
Die gekreuzten Schwerter stammen aus dem kursächsischen Wappen und kennzeichnen das Porzellan aus Meissen seit den 1720er-Jahren. Für den Hof bestimmte Stücke trugen zeitweise das Monogramm AR für Augustus Rex. Zusätze und Formvarianten erlauben eine Datierung: ein Punkt zwischen den Griffen 1763 bis 1774, ein Stern in der Marcolini-Zeit 1774 bis 1814, Knaufschwerter zwischen etwa 1850 und 1924 und ein Punkt zwischen den Klingenspitzen 1924 bis 1934.
Die Marke liegt unter der Glasur, ist blau und leicht verlaufen. Schleifstriche durch die Schwerter kennzeichnen zweite Wahl oder Ware, die weiß an Fremdmaler verkauft wurde. Daneben finden sich eingeprägte Formnummern, Bossierer- und Malerzeichen. Bei Figuren sitzt die Marke oft auf der Rückseite des Sockels. Aufglasurschwerter, verwischte Formen oder falsche Proportionen deuten auf Nachahmungen. Bei Service tragen Teller, Tassen und Kannen jeweils eigene Marken und Formnummern.
Die Schwerter sind Ausgangspunkt jeder Bewertung, doch Malerei, Modell, Epoche und Zustand entscheiden. Thüringer Fabriken verwendeten ähnliche Zeichen, etwa gekreuzte Gabeln in Volkstedt; Dresdner Malereien dekorierten weißes Meissner Porzellan nachträglich. Das AR-Monogramm wurde im 19. Jahrhundert vielfach auf fremdem Porzellan nachgeahmt.
So prüfen Sie es
- blaue Schwerter unter der Glasur
- Punkt, Stern oder Knauf als Datierungshilfe
- Schleifstriche bei zweiter Wahl
- eingeprägte Formnummern
- AR-Monogramm häufig gefälscht
Meissener Schwertermarke verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Sparten
Ebenfalls: Punzen & Marken
- Amtsbuchstabe A
- Augarten-Marke
- Bindenschild-Marke
- CCM-Punze
- Dianakopf-Punze
- Englische Hallmarks
- Fiskalstempel
- Halbmond und Krone
- Herend-Marke
- Jahresstempel und Dreherzeichen
- KPM-Zeptermarke
- Lobmeyr-Signatur
- Meistermarke
- Minerva-Punze
- Österreichische Feingehaltspunzen 1866
- Österreichische Feingehaltspunzen 1922 und 1937
- Russische Punzen
- Schleifstrich
- Taxstempel
- Wiener Beschauzeichen
- WW-Monogramm
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular