Manufaktur: Keramik
Gustavsberg
Gustavsberg bei Stockholm, seit 1825
Schwedische Porzellan- und Keramikfabrik bei Stockholm; Argenta von Wilhelm Kåge, Geschirr von Stig Lindberg und Figuren von Lisa Larson.
Die Fabrik auf der Insel Värmdö östlich von Stockholm produzierte ab 1825 Steingut und Porzellan und gehörte zu den größten Keramikbetrieben Skandinaviens. 1937 übernahm die schwedische Konsumgenossenschaft das Unternehmen. Gustavsberg wurde zum Vorreiter des schwedischen Designs, weil es Künstler mit eigenen Studios an die Fabrik band. Die Produktion von Geschirr ging im späten 20. Jahrhundert zurück; heute erinnert ein Porzellanmuseum am Ort an die Geschichte.
Wilhelm Kåge, künstlerischer Leiter von 1917 bis 1949, entwarf das preiswerte Arbeiterservice und ab 1930 die Argenta-Keramik, grün glasiertes Steinzeug mit Silbereinlagen. Sein Nachfolger Stig Lindberg schuf Fayencen, Service wie Spisa Ribb und humorvolle Figuren. Lisa Larson modellierte ab 1954 Tiere und Kinderfiguren, darunter Katzen und Löwen. Berndt Friberg arbeitete mit Steinzeug in feinen Glasuren, die in kleinen Auflagen entstanden.
Die Marken zeigen einen Anker mit dem Schriftzug „Gustavsberg“, Studioarbeiten eine Hand als Zeichen, dazu Entwerfermonogramme und Jahresangaben. Argenta-Stücke tragen häufig den Namen „Argenta“ mit Modellnummer. Lisa-Larson-Figuren wurden über Jahrzehnte und zum Teil später von anderen Firmen neu aufgelegt; Marke und Glasur trennen frühe und spätere Ausformungen. Abrieb der Silbereinlagen bei Argenta mindert. Studioarbeiten sind häufig Unikate, Serienware ist an gleichförmigen Glasuren und gedruckten Marken erkennbar.
Entwerfer & Personen
- Wilhelm Kåge
- Stig Lindberg
- Lisa Larson
- Berndt Friberg
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Ebenfalls: Keramik
- Amphoraseit 1892
- Arabia Helsinkiseit 1873
- Artěl1908–1935
- Bernhard Blochab 1871 bis ins 20. Jahrhundert
- De Porceleyne Flesseit 1653
- Fayencemanufaktur Holitsch1743–1827
- Friedrich Goldscheider1885 bis in die 1950er-Jahre
- Gmundner KeramikHafnertradition seit dem Spätmittelalter, Manufaktur im 20. Jahrhundert
- Habaner Fayence16. bis 18. Jahrhundert
- Johann Mareschab 1841 bis ins 20. Jahrhundert
- Karlsruher Majolikaseit 1901
- Wiener Keramik1906–1913
- KeramosZwischenkriegszeit bis Mitte 20. Jahrhundert
- Wiener Kunstkeramische Werkstätteum 1905 bis um 1915
- Majolika Schütz Cillizweite Hälfte 19. Jahrhundert
- Royal Doultonseit 1815
- Rozenburg1883–1917
- Schleiss Gmundenfrühes 20. Jahrhundert bis Mitte 20. Jahrhundert
- Vereinigte Wiener und Gmundner Keramik1913 bis in die 1920er-Jahre
- Wächtersbachseit 1832
- Westerwälder Steinzeug16. Jahrhundert bis Gegenwart
- Wienerbergerseit 1819
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