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Volkskunst & Krippen

Ungarische Hirtenschnitzereien

Von Hirten verzierte Gebrauchsgegenstände aus Holz, Horn und Knochen aus Ungarn und den Nachbarländern, vor allem aus dem 19. Jahrhundert.

Hirten in der ungarischen Tiefebene und im Karpatenbecken verbrachten lange Zeiten bei den Herden und verzierten ihr Gerät in Kerbschnitt, Einlegearbeit und Ritztechnik. Es entstanden Spiegelkästchen, Salzfässer, Trinkhörner, Pulverhörner, Stockgriffe, Peitschenstiele und Löffel mit Rankenwerk, Tieren, Husaren und Liebespaaren, oft mit eingeschwärzten Linien und Siegellackeinlagen. Viele Stücke tragen Jahreszahlen und Namen und waren Liebesgaben. Über Wien gelangten solche Arbeiten in städtische Sammlungen, gefördert vom Interesse an der Volkskunst der Kronländer um 1900.

Für die Bewertung zählen Alter, Qualität der Verzierung, Inschriften und Erhaltung. Datierte Spiegelkästchen und Hornarbeiten mit figürlicher Darstellung sind gesucht. Risse im Horn, ausgefallene Einlagen und abgegriffene Ritzungen mindern den Wert mäßig. Neuere Arbeiten für den Andenkenmarkt sind gleichmäßiger und weniger tief geschnitten. Sammlungen mit Inventarlisten oder alten Ausstellungsetiketten bewerten wir gemeinsam. Fotos aus mehreren Winkeln bei Streiflicht machen die Ritzungen sichtbar. Auch einzelne Löffel und kleine Hornarbeiten nehmen wir, wenn die Verzierung gut erhalten ist.

Woran man es erkennt

  • Spiegelkästchen mit Kerbschnitt
  • Geritzte Trinkhörner und Pulverhörner
  • Salzfässer aus Holz
  • Stockgriffe und Peitschenstiele
  • Datierte Liebesgaben
  • Siegellackeinlagen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.