Pointillismus im 3. Bezirk, 1030 Wien
Pointillismus auf der Landstraße: Segantini im Belvedere
Giovanni Segantinis „Die bösen Mütter“ von 1894 im Belvedere zeigt den italienischen Divisionismus mit seinen fadenartigen Farbstrichen.
Georges Seurat zeigte 1886 auf der letzten Impressionistenausstellung „Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte“ und begründete eine Malerei aus Punkten reiner Farbe, die sich erst im Auge mischen. In Italien entwickelte Giovanni Segantini eine eigene Variante, den Divisionismus mit fadenartigen Strichen; sein Bild „Die bösen Mütter“ von 1894 hängt im Belvedere. Das Schloss Prinz Eugens liegt über dem Rennweg, an seinen Garten grenzen Palais Schwarzenberg und der Botanische Garten der Universität Wien.
Pointillistische und divisionistische Bilder sind im Wiener Handel selten; öfter begegnen uns Arbeiten österreichischer Maler um 1900, die die Technik aufnahmen, sowie Druckgrafik von Paul Signac und Kataloge der frühen Secessionsausstellungen. Für die Bestimmung zählen Pinselführung, Farbauftrag, Leinwand und Grundierung; nachträglich „gepunktete“ Bilder verraten sich durch gleichförmige Punkte ohne Farbsystem. Signaturen und Ausstellungsetiketten vergleichen wir mit dokumentierten Werken. Haushalte am Rennweg bewahren mitunter solche Sammlungen.
Pointillismus in anderen Bezirken
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