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Manufaktur: Keramik

Artěl

Prag, 1908–1935

Prager Künstlergenossenschaft für angewandte Kunst 1908–1935; kubistische Keramik, bemaltes Glas und Holzspielzeug.

Junge Absolventen der Prager Kunstgewerbeschule gründeten 1908 die Genossenschaft Artěl, um Gegenstände des täglichen Gebrauchs künstlerisch zu gestalten und über eigene Verkaufsstellen zu vertreiben, vergleichbar mit der Wiener Werkstätte. Um 1911/12 wurde Artěl zu einem Zentrum des tschechischen Kubismus im Kunstgewerbe. Die Genossenschaft arbeitete mit Werkstätten und Fabriken in Böhmen, die nach ihren Entwürfen fertigten. 1935 löste sie sich auf.

Zu den bekanntesten Arbeiten gehören kubistische Keramiken mit facettierten, kristallinen Formen und schwarz-weißen Dekoren, Kaffee- und Teeservice, Dosen und Vasen nach Entwürfen von Pavel Janák und Vlastislav Hofman. Daneben entstanden bemaltes Glas, Schmuck, Textilien und farbig bemaltes Holzspielzeug mit Figuren und Tieren. In den 1920er-Jahren folgten Arbeiten im Stil des Art déco und der Volkskunstrezeption. Viele Gegenstände waren für den Alltag gedacht.

Stücke tragen häufig eine Stempelmarke „Artěl“, bei Keramik auf dem Boden, dazu mitunter Modellnummern und Entwerfermonogramme. Weil kubistische Keramik gesucht ist, werden spätere Nachfertigungen und Nachahmungen angeboten; seit den 1990er-Jahren gibt es lizenzierte Neuauflagen kubistischer Entwürfe, die entsprechend gekennzeichnet sind. Scherben, Glasur, Marke und Herkunft trennen Originale der 1910er-Jahre von jüngeren Stücken. Auch Vergleichsstücke im Kunstgewerbemuseum in Prag helfen bei der Bestimmung.

Entwerfer & Personen

  • Pavel Janák
  • Vlastislav Hofman

Ebenfalls: Keramik

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.