Russische Ikonenmalerei im 3. Bezirk, 1030 Wien
Russische Ikonen im Botschaftsviertel der Landstraße
Die Nikolauskathedrale in der Jaurèsgasse und das Palais Rasumofsky verbinden den 3. Bezirk mit Russland; Ikonen kommen hier oft aus Diplomatenhaushalten.
Die russisch-orthodoxe Kathedrale zum Heiligen Nikolaus in der Jaurèsgasse entstand 1893–1899 im Botschaftsviertel am Rennweg; ihre Zwiebelkuppeln sind in der Wiener Stadtlandschaft eine Ausnahme. Russische Präsenz hat im Bezirk eine längere Geschichte: Louis Montoyer baute 1806/07 das klassizistische Palais Rasumofsky für den russischen Gesandten Andrei Rasumowsky. Botschaften und internationale Organisationen bringen bis heute Familien in den Bezirk, deren Wohnungen nach wenigen Jahren wieder geräumt werden – mit Objekten aus Auslandsposten, darunter Ikonen.
Russische Ikonen sind meist auf Lindenholz in Eitempera gemalt; rückseitig eingesetzte Querleisten, die Schponki, verhindern das Verziehen, bei älteren Tafeln liegt die Malfläche vertieft im Kowtscheg. Ein silberner Oklad trägt Punzen mit dem Feingehalt in Solotnik, meist 84, dazu Stadt- und Meistermarken. Viele Ikonen des 19. Jahrhunderts stammen aus Palech, Mstjora oder Cholui. Da Ikonen Kirchengut sein können, prüfen wir die Provenienz vor dem Ankauf.
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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