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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Jean-Baptiste Camille Corot

Landschaftsmaler, 1796–1875, Paris – Ville-d’Avray – Rom

Französischer Landschaftsmaler, Vorläufer des Impressionismus und einer der meistgefälschten Maler des 19. Jahrhunderts.

Camille Corot wurde 1796 in Paris als Sohn eines Tuchhändlers geboren und wandte sich erst mit 26 Jahren der Malerei zu. Von 1825 bis 1828 arbeitete er in Italien und malte Ölstudien im Freien, die heute als wegweisend gelten. Später reiste er erneut nach Italien und durch Frankreich. Er lebte in Paris und in Ville-d’Avray und unterstützte jüngere Kollegen, darunter Berthe Morisot. Er starb 1875 in Paris.

Corots frühe Italienstudien zeigen klare Formen und helles Licht. Ab den 1850er-Jahren malte er silbrige, verschleierte Landschaften mit Bäumen, Teichen und Nymphen, die er „Souvenirs“ nannte, außerdem Figurenbilder von Frauen in Kostüm. Er experimentierte mit dem Cliché-verre, einem fotografischen Druckverfahren auf geschwärzten Glasplatten, und schuf Radierungen und Lithografien. Er malte in Öl auf Leinwand und Papier, mit Silbertönen, gedämpftem Grün und kleinen roten Akzenten.

Corot signierte mit „COROT“ in Großbuchstaben, mitunter in Rot. Kein Maler des 19. Jahrhunderts wurde so oft gefälscht; schon zu Lebzeiten signierte er gelegentlich Bilder von Schülern. Das Werkverzeichnis von Alfred Robaut von 1905 und spätere Ergänzungen sind die Referenz. Im Wiener Privatbesitz tragen Landschaften mit Corot-Signatur meist Zuschreibungen an Nachahmer; Clichés-verre sind eher anzutreffen.

Epochen & Stile

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