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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Eugène Boudin

Maler, 1824–1898, Honfleur – Le Havre – Paris – Deauville

Normannischer Maler der Strände von Trouville und Deauville, der den jungen Monet zur Freilichtmalerei führte.

Eugène Boudin wurde 1824 in Honfleur als Sohn eines Seemanns geboren und betrieb in Le Havre einen Laden für Papier und Rahmen, in dem Maler wie Jean-François Millet ausstellten. Ein Stipendium der Stadt ermöglichte ihm Studien in Paris. Er überredete den jungen Claude Monet, im Freien zu malen, und stellte 1874 in der ersten Impressionisten-Ausstellung aus. Er starb 1898 in Deauville.

Boudin malte Strandszenen mit eleganten Badegästen in Krinolinen vor weiten Himmeln in Trouville und Deauville, Häfen, Segelschiffe, Flussmündungen, Viehweiden und Waschfrauen am Ufer. Corot nannte ihn den „König der Himmel“. Er arbeitete viel in kleinen Ölstudien auf Holz und Karton, in Aquarell und Pastell, oft mit Ortsangabe und Datum. Seine Bilder sind meist klein, mit schnellen Pinselstrichen und hellem Licht.

Boudin signierte mit „E. Boudin“, häufig mit Ort und Jahreszahl, was die Prüfung erleichtert. Fälschungen und Nachahmungen sind häufig; das Werkverzeichnis von Robert Schmit ist maßgeblich. Im Wiener Privatbesitz sind Originale selten. Aquarelle und Zeichnungen werden über Papier, Bezeichnung und Vergleich mit dokumentierten Studien eingeordnet. Ortsangaben auf Studien sind aufschlussreich.

Ebenfalls: Internationale Malerei 19. Jh.

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