Berthe Morisot wurde 1841 in Bourges geboren und lernte mit ihrer Schwester Edma bei Joseph Guichard und Camille Corot. Sie war mit Édouard Manet befreundet, der sie mehrfach malte, und heiratete 1874 seinen Bruder Eugène Manet. Sie stellte in sieben der acht Impressionisten-Ausstellungen aus und gehörte zu den Gründungsmitgliedern. Sie starb 1895 in Paris; ihre Tochter Julie Manet hinterließ Tagebücher über den Kreis.
Morisot malte Frauen und Kinder in Interieurs und Gärten, Mütter an der Wiege, Toilettenszenen, Landschaften und Häfen. Ihre Pinselführung ist schnell, mit langen, lockeren Strichen und hellen, weißlichen Tönen. Sie arbeitete in Öl, Aquarell und Pastell und schuf einige Kaltnadelradierungen. „Die Wiege“ von 1872 gehört zu ihren bekanntesten Bildern. Viele Bilder zeigen ihre Tochter Julie und Frauen ihres Umfelds in Gärten und Innenräumen.
Morisot signierte mit „Berthe Morisot“ oder „B. M.“. Ihre Werke befinden sich überwiegend in Museen und großen Privatsammlungen; im Wiener Privatbesitz sind Originale selten, Reproduktionen häufiger. Das Werkverzeichnis von Marie-Louise Bataille, Georges Wildenstein und Denis Rouart dient als Referenz. Nachlassarbeiten tragen gelegentlich Stempel. Kunstdrucke ihrer bekannten Motive sind weit verbreitet.
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Ebenfalls: Impressionismus
- Edgar Degas1834–1917
- Max Liebermann1847–1935
- Édouard Manet1832–1883
- Claude Monet1840–1926
- Camille Pissarro1830–1903
- Pierre-Auguste Renoir1841–1919
- Alfred Sisley1839–1899
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