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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Charles-François Daubigny

Landschaftsmaler, Radierer, 1817–1878, Paris – Auvers-sur-Oise

Barbizon-Maler, der auf seinem Atelierboot „Le Botin“ die Ufer der Oise malte und zahlreiche Radierungen schuf.

Charles-François Daubigny wurde 1817 in Paris in eine Malerfamilie geboren, arbeitete früh als Illustrator und reiste nach Italien. Er gehörte zum Kreis von Barbizon und war mit Corot befreundet. 1857 ließ er sich ein Boot als schwimmendes Atelier einrichten, „Le Botin“, mit dem er Seine und Oise befuhr. Ab 1861 lebte er in Auvers-sur-Oise. Er starb 1878 in Paris; sein Sohn Karl Daubigny malte ebenfalls.

Daubigny malte Flussufer, Teiche, Obstgärten, Felder und Küsten mit tiefem Horizont und hellem Himmel, häufig vom Wasser aus gesehen. Seine Malweise wurde zunehmend locker, was die Impressionisten beeinflusste; als Jurymitglied des Salons setzte er sich für Monet und Pissarro ein. Er schuf zahlreiche Radierungen und Clichés-verre, darunter die Folge „Voyage en bateau“. Er malte in Öl auf Leinwand und Holz, oft vom Wasser aus.

Daubigny signierte mit „Daubigny“ und Jahreszahl. Werke seines Sohnes Karl werden mit seinen verwechselt; Signaturen mit „K. Daubigny“ und Motivwahl helfen bei der Unterscheidung. Fälschungen und Pastiches sind verbreitet; das Werkverzeichnis von Robert Hellebranth dient als Referenz. Radierungen sind im Handel greifbarer als Gemälde. Bei Clichés-verre sind Papier und Abzugszeitpunkt zu prüfen.

Epochen & Stile

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