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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Arnold Böcklin

Maler, 1827–1901, Basel – Rom – München – Florenz

Schweizer Symbolist, dessen „Toteninsel“ in fünf Fassungen und unzähligen Reproduktionen um 1900 in Bürgerwohnungen hing.

Arnold Böcklin wurde 1827 in Basel geboren und studierte in Düsseldorf. Lange Aufenthalte in Rom, Weimar, München und Florenz prägten ihn; zuletzt lebte er in Fiesole bei Florenz, wo er 1901 starb. Um 1900 gehörte er zu den gefeiertsten Malern des deutschsprachigen Raums. Die Secessionen in München und Wien beriefen sich auf ihn als Vorbild für eine Kunst der Fantasie.

Böcklin malte mythologische Landschaften mit Faunen, Nymphen, Tritonen und Kentauren, Villen am Meer, die „Toteninsel“, von der zwischen 1880 und 1886 fünf Fassungen entstanden, und „Die Pest“. Seine Farben sind intensiv, die Stimmung ernst bis düster. Er experimentierte mit Maltechniken und Bindemitteln, was teils zu Schäden geführt hat. Die Bilder sind oft auf Holz gemalt und haben einen leuchtenden, fast emailhaften Farbklang.

Böcklin signierte mit „A. Böcklin“ oder Monogramm. Eigenhändige Gemälde sind in Wien kaum anzutreffen; Heliogravüren und Lichtdrucke der „Toteninsel“ und anderer Motive aus Kunstverlagen der Zeit um 1900 sind dagegen häufig. Das Werkverzeichnis von Rolf Andree ist maßgeblich. Kopien und Nachahmungen kommen vor; Druckverfahren und Verlagsprägungen identifizieren Reproduktionen. Auch Postkarten verbreiteten die Motive.

Epochen & Stile

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