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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Gabriel von Max

Maler, 1840–1915, Prag – München

Prager Maler in München, bekannt für mystische Frauengestalten und Affenbilder wie „Affen als Kunstrichter“ (1889).

Gabriel Max wurde 1840 in Prag als Sohn des Bildhauers Joseph Max geboren und studierte in Prag, Wien und ab 1863 in München bei Karl von Piloty. In München lehrte er von 1879 bis 1883 an der Akademie. Er beschäftigte sich mit Spiritismus, Hypnose, Darwinismus und Anthropologie und legte eine große naturkundliche Sammlung an. 1900 wurde er geadelt. Er starb 1915 in München.

Max malte blasse, entrückte Frauengestalten, Märtyrerinnen, Seherinnen und Somnambule, religiöse Bilder wie das „Schweißtuch der Veronika“ mit sich öffnenden Augen sowie zahlreiche Affenbilder, die menschliches Verhalten spiegeln. „Affen als Kunstrichter“ (1889) verspottet die Kunstkritik. Seine Malweise ist weich, die Farben gedämpft, die Lichtführung geheimnisvoll. Er arbeitete in Öl auf Leinwand und Holz, mit dünnem, fast durchscheinendem Farbauftrag und hellen, verschwimmenden Konturen.

Max signierte mit „G. Max“ oder „Gabriel Max“. Im Handel erscheinen Frauenköpfe, Affenbilder und Studien, häufig in kleinen Formaten. Wiederholungen eigener Motive sind bei ihm nicht selten; Schüler und Nachahmer arbeiteten ähnlich. Verwechslungen mit seinem Bruder Heinrich Max und seinem Sohn Colombo Max sind über Signatur und Motiv auszuschließen. Drucke nach seinen Bildern sind häufig.

Epochen & Stile

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