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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Ivan Aivazovsky

Marinemaler, 1817–1900, Feodossija – St. Petersburg

Armenischstämmiger Marinemaler aus Feodossija mit rund 6.000 Seestücken; Originale sind selten, Kopien und Fälschungen häufig.

Ivan Aivazovsky wurde 1817 in Feodossija auf der Krim in eine armenische Familie geboren und studierte an der Akademie in St. Petersburg. Reisen führten ihn nach Italien, wo er große Erfolge hatte. Er wurde Maler des russischen Marinestabes und dokumentierte Seeschlachten. Ab 1845 lebte er überwiegend in Feodossija, wo er eine Galerie und eine Malschule gründete. Er starb 1900 in Feodossija.

Aivazovsky malte Stürme, Schiffbrüche, Mondnächte am Meer, Seeschlachten, Häfen und Küsten des Schwarzen Meeres, Konstantinopel und Venedig. „Die neunte Woge“ (1850) gehört zu seinen bekanntesten Bildern. Er malte aus dem Gedächtnis, schnell und in großer Zahl, mit transparenten Wellen und leuchtendem Licht. Sein Werk umfasst rund 6.000 Gemälde. Er malte in Öl auf Leinwand in allen Formaten, vom kleinen Seestück bis zum großen Panorama.

Aivazovsky signierte in kyrillischer oder lateinischer Schrift, meist mit Jahreszahl. Wegen der hohen Nachfrage sind Fälschungen und Werke von Nachahmern mit nachträglicher Signatur verbreitet. Im Wiener Privatbesitz sind Originale selten; Seestücke „im Stil“ Aivazovskys sind häufiger. Gutachten anerkannter Fachleute, Provenienz und Malschichtanalyse sind erforderlich. Ausfuhrfragen bei Werken aus Russland sind zu beachten.

Epochen & Stile

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