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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Mihály Munkácsy

Maler, 1844–1900, Munkács – Paris – Endenich

Ungarischer Realist in Paris, der 1890 das Deckenbild im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums schuf.

Mihály Munkácsy, eigentlich Michael Lieb, wurde 1844 in Munkács geboren und arbeitete zunächst als Tischlergeselle. Er studierte in Wien, München und Düsseldorf und ging 1871 nach Paris, wo er mit großformatigen Bildern Erfolg hatte. Für das Kunsthistorische Museum malte er 1890 das Deckenbild „Apotheose der Renaissance“ im Stiegenhaus. Er starb 1900 in einer Heilanstalt in Endenich bei Bonn. Er wurde in Paris berühmt.

Munkácsy malte realistische Szenen aus dem ungarischen Volksleben wie „Der letzte Tag eines Verurteilten“ (1869), Salonbilder mit Pariser Interieurs, Landschaften und monumentale religiöse Bilder: „Christus vor Pilatus“ (1881), „Golgatha“ und „Ecce Homo“. Charakteristisch sind dunkle, bituminöse Gründe und starke Helldunkel-Kontraste. Er malte auch Bildnisse, etwa von Franz Liszt. Viele Salonbilder zeigen elegante Interieurs mit Damen und Kindern, gemalt für den Pariser Kunstmarkt.

Munkácsy signierte mit „M. de Munkacsy“ oder „Munkacsy M.“, oft mit Jahreszahl. Die Verwendung von Bitumen hat viele Bilder durch Risse und Nachdunkeln geschädigt. Fälschungen und Werkstattkopien sind am ungarischen Markt verbreitet; Gutachten ungarischer Fachleute und Vergleiche mit der Ungarischen Nationalgalerie sind üblich. Originale in Wiener Privatbesitz sind selten. Gutachten sind ratsam.

Epochen & Stile

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