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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Paul Gauguin

Maler, Grafiker, Bildhauer, 1848–1903, Paris – Pont-Aven – Tahiti – Atuona

Französischer Maler der Bretagne und Polynesiens, dessen Holzschnitte zur Folge „Noa Noa“ die Druckgrafik der Moderne beeinflussten.

Paul Gauguin wurde 1848 in Paris geboren, verbrachte seine Kindheit in Peru, fuhr zur See und arbeitete als Börsenmakler. Als Sammler und Sonntagsmaler kam er zu den Impressionisten. Ab 1883 malte er hauptberuflich, ab 1886 in Pont-Aven in der Bretagne. 1888 arbeitete er neun Wochen mit van Gogh in Arles. 1891 reiste er nach Tahiti, ab 1901 lebte er auf Hiva Oa, wo er 1903 in Atuona starb.

Gauguin entwickelte mit Émile Bernard den Synthetismus: flächige Farben, dunkle Konturen, vereinfachte Formen. Er malte Bretoninnen, religiöse Szenen und in Polynesien Frauen, Landschaften und Mythen. Seine Holzschnitte zur Folge „Noa Noa“ 1893/94 schnitt er grob und druckte sie selbst; dazu kommen Monotypien, Keramiken und Holzskulpturen. Er malte in Öl auf grober Leinwand, oft auf Jute, mit flächigen, leuchtenden Farben und dünnem Auftrag.

Gemälde Gauguins im Wiener Privatbesitz sind äußerst selten. Bei den Holzschnitten ist zwischen eigenhändigen Abzügen und posthumen Drucken zu unterscheiden, die sein Sohn Pola Gauguin 1921 von den Originalstöcken herstellte. Das Werkverzeichnis des Wildenstein Institute ist maßgeblich. Reproduktionen der Südseebilder sind sehr verbreitet. Die Holzschnitte gelten als seine eigenständigste Druckgrafik und sind entsprechend gesucht.

Ebenfalls: Internationale Malerei 19. Jh.

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