Epoche
Impressionismus
Kunstbewegung, um 1870–1900
Malerei des flüchtigen Lichts, benannt nach Monets Bild von 1872 – in Wien seit der Secessionsausstellung 1903 im Belvedere und in der Albertina präsent.
1874 stellte eine Gruppe von Malern um Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir, Edgar Degas, Camille Pissarro, Alfred Sisley und Berthe Morisot unabhängig vom offiziellen Salon im Atelier des Fotografen Nadar aus. Ein Kritiker leitete den Namen spöttisch von Monets „Impression, soleil levant“ ab. Bis 1886 folgten sieben weitere Ausstellungen. In Wien zeigte die Secession 1903 eine Übersicht zur Entwicklung des Impressionismus, aus der Bilder in die neu gegründete Moderne Galerie, das spätere Belvedere, kamen.
Die Maler arbeiteten im Freien, in kurzen, nebeneinandergesetzten Pinselstrichen reiner Farbe, ohne vorgemischte Erdtöne und ohne schwarze Schatten. Schatten werden farbig, meist blau oder violett. Motive: Flussufer, Gärten, Boulevards, Bahnhöfe, Cafés, Bälle, Ballett. Die Komposition wirkt zufällig, angeschnitten wie ein Fotoausschnitt. Tube und Feldstaffelei machten das Malen im Freien praktikabel. Degas arbeitete in Pastell und Monotypie, Renoir in hellen Inkarnattönen. Mary Cassatt und Gustave Caillebotte erweiterten die Gruppe um Interieurs und Stadtansichten.
Das Belvedere besitzt Gemälde von Monet, Renoir und Manet; die Albertina zeigt in der Sammlung Batliner Werke französischer Impressionisten. In Österreich griffen Carl Moll, Theodor von Hörmann und Ludwig Ferdinand Graf impressionistische Lösungen auf, in Deutschland Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt. Im Wiener Handel begegnen impressionistische Druckgrafik, Zeichnungen sowie Gemälde deutscher und österreichischer Maler; französische Originalgemälde sind selten.
Impressionistische Gemälde sind häufig gefälscht. Maßgeblich sind Werkverzeichnisse und Expertisen der zuständigen Institute, dazu Leinwandstempel der Pariser Malmittelhändler, Zollstempel und Ausstellungsetiketten auf der Rückseite. Pigmentanalysen erkennen Farben, die erst nach dem Tod des Künstlers verfügbar waren, etwa Titanweiß. Druckgrafik wird über Auflage, Papier und Signaturform geprüft. Auch Restaurierungen werden unter UV-Licht sichtbar.
Woran man es erkennt
- kurze Pinselstriche reiner Farbe
- farbige Schatten in Blau und Violett
- Freilichtmalerei
- angeschnittene, zufällig wirkende Komposition
- Motive aus Stadt, Garten und Flusslandschaft
- Verzicht auf Schwarz und Erdtöne
- Pastell und Monotypie bei Degas
- Leinwandstempel Pariser Händler
Impressionismus verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular