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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Franz von Lenbach

Bildnismaler, 1836–1904, Schrobenhausen – München

Münchner Bildnismaler der Gründerzeit, der Otto von Bismarck rund achtzigmal porträtierte.

Franz Lenbach wurde 1836 in Schrobenhausen als Sohn eines Baumeisters geboren und studierte in München bei Karl von Piloty. Für den Sammler Adolf Friedrich von Schack kopierte er in Italien und Spanien Werke von Tizian, Velázquez und Rubens. Ab den 1870er-Jahren wurde er der gefragteste Porträtist Deutschlands. 1882 wurde er geadelt. Seine Villa in München ist heute das Lenbachhaus. Er starb 1904 in München.

Lenbach malte Kaiser Wilhelm I., Papst Leo XIII., Richard Wagner, Johannes Brahms und vor allem Otto von Bismarck, den er rund achtzigmal porträtierte. Die Bildnisse konzentrieren sich auf Kopf und Blick, der Körper verschwindet in dunklen, bräunlichen Tönen nach dem Vorbild alter Meister. Er arbeitete mit Fotografien als Vorlagen und malte auch Damen- und Kinderbildnisse in Pastell. Auch Landschaften kommen vor.

Lenbach signierte mit „F. Lenbach“ oder „F. v. Lenbach“ mit Jahreszahl, die Adelsform ab 1882. Seine Werkstatt lieferte Wiederholungen der Bismarck-Bildnisse, deren Eigenhändigkeit unterschiedlich ist. Fotografische Vorlagen und Pastellstudien aus dem Atelier tauchen im Handel ebenfalls auf. Asphaltgründe verursachen häufig Risse und dunkle Partien. Fotografische Unterlagen aus dem Lenbachhaus dienen als Vergleich.

Epochen & Stile

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