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Neogotik im 15. Bezirk, 1150 Wien

Neogotik in Rudolfsheim-Fünfhaus: Kirche Maria vom Siege

Friedrich von Schmidt baute 1868–1875 die Kirche Maria vom Siege mit Kuppel über achteckigem Grundriss – eine seltene Form der Neogotik nahe dem Gürtel.

Nahe dem Gürtel errichtete Friedrich von Schmidt 1868–1875 die Kirche Maria vom Siege mit einer Kuppel über achteckigem Grundriss, einer Form, die in der Neugotik selten vorkommt. Ringsum füllte die Gründerzeit Fünfhaus und Sechshaus mit Zinshäusern. Im 19. Jahrhundert zogen Vergnügungsetablissements wie Schwenders Kolosseum Publikum aus der ganzen Stadt an, Tanzsäle und Gasthausgärten waren Spielorte der Walzerkapellen. Der Turnertempel in der Turnergasse wurde im November 1938 zerstört; seit 2011 erinnert ein Gedenkort daran.

Haushalte rund um die Kirche bewahren Andachtsbilder, Sterbebilder, Kruzifixe und Gebetbücher, daneben Notendrucke und Tanzmusik der Vorstadtsäle und Habsburg-Memorabilia mit Bezug zu Kronprinz Rudolf, nach dem Rudolfsheim benannt ist. Neugotische Hausaltäre und Heiligenfiguren aus Gips oder Holz bewerten wir nach Material, Fassung und Erhaltung; Gipsfiguren aus Serienproduktion haben andere Maßstäbe als geschnitzte Stücke. Notendrucke datieren wir über Verlag und Plattennummer. Kellerabteile in Gründerzeithäusern sehen wir uns gemeinsam an.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.