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Künstler: Architektur der Wiener Moderne

Rudolf Perco

Architekt, 1884–1942, Görz – Wien

Wagner-Schüler mit Rompreis; sein größtes Werk ist der Gemeindebau am Friedrich-Engels-Platz in der Brigittenau.

Rudolf Perco kam 1890 mit seiner Familie aus Görz nach Wien, arbeitete als Zeichner bei Rudolf Peschel und Albert Hans Pecha und studierte 1906–1910 bei Otto Wagner an der Akademie. Für seine Abschlussarbeit erhielt er das Staatsreisestipendium. Er war Chefzeichner bei Hubert Gessner und Mitarbeiter von Friedrich Ohmann, ab 1913 selbständig; später studierte er an der Technischen Hochschule und promovierte in Rechtswissenschaften. 1938–1941 arbeitete er an Ausbauplänen für Groß-Wien. Er starb 1942 in Wien.

Für das Rote Wien entwarf Perco große Wohnhausanlagen; die Anlage am Friedrich-Engels-Platz in der Brigittenau gilt als sein Hauptwerk und zählt zu den größten Anlagen der Zwischenkriegszeit. Weitere Projekte entstanden gemeinsam mit Rudolf Frass und Karl Dorfmeister. Für Margarethe Stonborough-Wittgenstein baute er die Villa Toscana in Gmunden um. Im Handel erscheinen Zeichnungen aus der Wagnerschule und Publikationen über seine Wohnbauten.

Percos Studienblätter aus der Wagnerschule zeigen monumentale Achsen und Kuppelbauten, oft in Tusche und Aquarell; sie sind über die Jahrbücher der Wagnerschule zu vergleichen. Druckvorlagen und Reproduktionen aus diesen Jahrbüchern sind von Originalen zu trennen. Zeichnungen aus seinem Nachlass sind selten im Handel; die Wohnbauten sind über Pläne des Stadtbauamts dokumentiert. 1990 wurde in Kagran die Percostraße nach ihm benannt.

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