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Künstler: Internationale Malerei 19. Jh.

Mihály Zichy

Maler, Zeichner, 1827–1906, Zala – Wien – St. Petersburg – Paris

Ungarischer Waldmüller-Schüler und Hofmaler des Zaren, bekannt für Illustrationen zu Madáchs „Die Tragödie des Menschen“.

Mihály Zichy wurde 1827 in Zala geboren und studierte in Pest und ab 1844 in Wien bei Ferdinand Georg Waldmüller. 1847 ging er nach St. Petersburg, wo er Zeichenlehrer im Kaiserhaus und Hofmaler der Zaren wurde und über Jahrzehnte Feste, Krönungen und Jagden dokumentierte. Von 1874 bis 1879 lebte er in Paris. Er starb 1906 in St. Petersburg. Er war adeliger Herkunft.

Zichy zeichnete und aquarellierte Hofereignisse, Jagdgesellschaften und Krönungsfeierlichkeiten, Illustrationen zu Lermontow, Puschkin, Schota Rustaweli und Imre Madách, dessen „Die Tragödie des Menschen“ er 1887 illustrierte. Seine Zeichnungen sind virtuos, mit sicherer Linienführung und dichter Komposition. Daneben schuf er Gemälde und erotische Zeichnungen. Er arbeitete vor allem in Bleistift, Feder, Tusche und Aquarell, für Gemälde in Öl auf Leinwand, mit präziser Zeichnung und lebhafter Figurenführung.

Zichy signierte mit „Zichy“ und oft mit Jahreszahl. Im Wiener Handel erscheinen vor allem Illustrationen in Buchausgaben, Reproduktionen und gelegentlich Zeichnungen und Aquarelle. Bei Originalen sind Papier, Technik und Signaturduktus zu prüfen. Verwechslungen mit anderen Mitgliedern der Adelsfamilie Zichy sind bei Provenienzangaben zu beachten. Bei Blättern aus russischem Besitz sind Ausfuhrfragen zu beachten.

Epochen & Stile

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