Die Vettern Carlo und Francesco Artaria aus Blevio am Comer See gründeten 1770 in Wien eine Handlung für Kupferstiche und Landkarten. 1778 kam der Musikverlag hinzu, der bald zu den wichtigsten Europas gehörte. Sitz der Firma war der Kohlmarkt, wo Max Fabiani 1900/01 das Artaria-Haus errichtete. Den Musikverlag gab das Haus im 19. Jahrhundert auf; der kartografische Zweig ging 1920 in Freytag-Berndt und Artaria auf.
Artaria veröffentlichte ab 1780 zahlreiche Werke Joseph Haydns, 1785 die sechs Haydn gewidmeten Streichquartette Mozarts und 1795 Beethovens Klaviertrios op. 1. Daneben erschienen Wiener Ansichtenfolgen wie die „Sammlung von Aussichten der Residenzstadt Wien“ mit Kupferstichen von Carl Schütz und Johann Ziegler, Porträtstiche, Landkarten und später Schulatlanten und Stadtpläne.
Artaria-Notendrucke lassen sich über die Plattennummern datieren, die der Verlag fortlaufend vergab; Titelauflagen von alten Platten tragen oft eine geänderte Verlagsadresse. Die Ansichten von Schütz und Ziegler wurden teils noch im 19. Jahrhundert von den alten Platten abgezogen; Plattenzustand, Papier und Kolorit trennen frühe von späten Abzügen. Der Verlagsvermerk steht meist unter der Darstellung oder am Fuß des Titelblatts.
Entwerfer & Personen
- Carlo Artaria
- Francesco Artaria
- Carl Schütz
- Johann Ziegler
- Joseph Haydn
- Wolfgang Amadeus Mozart
- Ludwig van Beethoven
- Max Fabiani
Artaria & Comp. verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Verlage, Druck & Papier
- Österreichische Staatsdruckereiseit 1804
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