Künstler: Musik (Autographen & Noten)
Anna Marie Erdödy
Pianistin, Musikmäzenin, 1779–1837, Wien – München
Pianistin und Freundin Beethovens; ihr widmete er die Klaviertrios op. 70 und die Cellosonaten op. 102, auf ihrem Gut in Jedlesee war er zu Gast.
Anna Marie Gräfin Erdödy, geborene Gräfin Niczky, kam 1779 zur Welt und heiratete Graf Peter Erdödy. Sie war eine ausgezeichnete Pianistin und gehörte zu Beethovens engstem Kreis; 1808/09 wohnte der Komponist zeitweise in ihrem Haus, und in den folgenden Jahren blieb sie eine seiner wichtigsten Korrespondenzpartnerinnen. Sie starb 1837 in München.
Beethoven widmete ihr die beiden Klaviertrios op. 70 (1809) und die beiden Sonaten für Violoncello und Klavier op. 102, die 1817 bei Simrock erschienen. Das Trio op. 70 Nr. 1 erhielt wegen seines langsamen Satzes den Beinamen „Geistertrio“. In Jedlesee besaß die Gräfin ein Gut, auf dem sich Beethoven aufhielt; eine Beethoven-Gedenkstätte in Jedlesee erinnert daran.
Beethovens Briefe an die Gräfin sind ediert und liegen großteils in Archiven; im Handel erscheinen eher Erstdrucke der ihr gewidmeten Werke, deren Titelblätter die Widmung tragen. Titelauflagen und Nachdrucke lassen sich über Verlag, Plattennummer und Titelgestaltung unterscheiden. Bildnisse der Gräfin sind selten.
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