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Zinnfiguren

Flache, halbrunde und vollplastische Figuren aus Zinnlegierung, bemalt und in Spanschachteln verkauft, vom 18. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit.

Nürnberg und Fürth waren die Zentren der Zinnfigurenherstellung. Johann Gottfried Hilpert goss im 18. Jahrhundert Flachfiguren in Schiefermodeln; Ernst Heinrichsen in Nürnberg führte um 1848 einen Normmaßstab von etwa 30 Millimetern Figurenhöhe ein, die sogenannte Nürnberger Größe. Neben Soldaten entstanden Jagdgesellschaften, Bauernhöfe, Zoos, Märchen und historische Szenen. Vollplastische Figuren lieferte unter anderem Georg Heyde in Dresden. Verkauft wurden die Figuren in Spanschachteln mit lithografiertem Etikett, nach Gewicht oder Stückzahl. Bemalt wurde meist in Heimarbeit.

Offizin, Alter, Motiv und Bemalung bestimmen den Wert. Figuren in Originalschachteln mit Etikett sind gesucht, ebenso vollständige Szenen und Dioramen. Zinnpest zeigt sich als grauer, pulvriger Belag und breitet sich bei Kälte aus; befallene Figuren sollten getrennt lagern. Spätere Nachgüsse aus alten Formen sind häufig und meist an frischer Gussfarbe und fehlender Patina erkennbar. Konvolute aus Familienbesitz enthalten oft Figuren mehrerer Hersteller und Jahrzehnte, die wir nach Offizin sortieren und einzeln einschätzen.

Woran man es erkennt

  • Flachfiguren in Spanschachteln
  • Heinrichsen- und Allgeyer-Figuren
  • Vollplastische Heyde-Figuren
  • Jagd-, Zoo- und Bauernhofszenen
  • Historische Dioramen
  • Gießformen aus Schiefer

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.