Manufaktur: Spielzeug & Modellbahn
Gebrüder Bing
Nürnberg, 1863/64–1932
Nürnberger Spielwarenfabrik der Brüder Ignaz und Adolf Bing, um 1900 eine der größten der Welt, mit Blechbahnen, Dampfmaschinen und Schiffen.
Ignaz und Adolf Bing gründeten 1863/64 in Nürnberg einen Großhandel für Kurz- und Haushaltswaren und begannen bald, Blechspielzeug selbst herzustellen. Um 1900 beschäftigten die Bing-Werke Tausende Arbeiter und galten als eine der größten Spielwarenfabriken der Welt. Neben Eisenbahnen, Dampfmaschinen und Schiffen produzierte Bing Haushaltswaren, Spielzeuggrammophone und Fahrzeuge. In der Weltwirtschaftskrise geriet die Firma in Schwierigkeiten und wurde 1932 aufgelöst; Stephan Bing war danach an der Gründung von Trix beteiligt.
Gesucht sind Uhrwerk- und Dampfbahnen der Spuren 0 und 1, handlackierte Lokomotiven nach englischen und deutschen Vorbildern, Blechschiffe und Kriegsschiffmodelle, stehende und liegende Dampfmaschinen mit Antriebsmodellen, Blechautos und Zeppeline. Die Bing-Tischbahn von 1922 in Spur 00 gilt als Vorläufer der späteren H0-Bahnen. Für den britischen Markt fertigte Bing auch Modelle für den Händler Bassett-Lowke. Vollständige Garnituren mit Originalkarton sind selten und werden deutlich höher bewertet als Einzelstücke.
Bing-Spielzeug trägt Marken wie „GBN“ für Gebrüder Bing Nürnberg, ab den 1920er-Jahren „BW“ für Bing-Werke, oft auf einer kleinen Plakette oder eingeprägt. Originale Lithografie und Handlackierung, vollständige Kamine, Laternen und Puffer sowie funktionierende Uhrwerke bestimmen den Wert. Dampfmaschinen sollen Brenner, Sicherheitsventil und Schornstein besitzen. Viele Lokomotiven wurden nachlackiert oder mit Teilen anderer Hersteller ergänzt; Lötspuren und abweichende Schrauben verraten solche Eingriffe.
Entwerfer & Personen
- Ignaz Bing
- Adolf Bing
- Stephan Bing
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Ebenfalls: Spielzeug & Modellbahn
- Anker-Steinbaukastenseit 1880
- Armand Marseilleab 1885
- Corgiseit 1956
- Dinky Toys1934–1979
- Distlerum 1900–1962
- Elastolin1904–1983
- Ernst Paul Lehmann Patentwerkseit 1881
- Fleischmannseit 1887
- Hornbyseit 1920 (Bahnen)
- K. Arnold & Co.seit 1906
- Kämmer & Reinhardtab 1886
- Karl Bub1851–1966
- Käthe Kruseseit 1911
- Kleinbahnseit 1947
- LGBseit 1968
- Liliputseit 1947
- Lineolab 1906
- Märklinseit 1859
- Matadorab 1901
- Matchboxseit 1953
- Meccanoseit 1901
- Piatnikseit 1824
- Rocoseit 1960
- Schildkrötseit 1873, Puppen ab 1896
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