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Material: Malerei & Grafik

Pastell

Malerei mit trockenen Farbstiften aus fast reinem Pigment, im 18. Jahrhundert durch Rosalba Carriera und Jean-Étienne Liotard berühmt.

Pastellkreiden bestehen aus Pigment mit wenig Bindemittel, gepresst zu Stiften. Auf raues Papier oder Pergament gerieben, ergeben sie samtige, leuchtende Farbflächen. Im 18. Jahrhundert wurde das Pastell zur Mode für Porträts: Rosalba Carriera in Venedig und Jean-Étienne Liotard, der auch am Wiener Hof Maria Theresias arbeitete, prägten die Gattung. Im 19. Jahrhundert schufen Edgar Degas und die Impressionisten große Pastelle, um 1900 auch Wiener Künstler. Pastelle wurden fast immer unter Glas gerahmt, um die empfindliche Oberfläche zu schützen.

Pastell zeigt eine pudrige, matte Oberfläche ohne Glanz, unter der Lupe sieht man einzelne Pigmentkörner auf den Papierfasern. Die Farbe ist empfindlich und verwischt bei Berührung; Spuren von Pigmentstaub auf der Innenseite des Glases sind typisch. Fixative können die Farben verändern. Rahmen mit Abstandsleisten verhindern den Kontakt mit dem Glas. Drucke zeigen Raster und keine Pigmentkörner. Feuchtigkeit fördert Schimmel, der als weißer Belag erscheint.

Pastellporträts des 18. Jahrhunderts und Werke bekannter Künstler der Moderne sind gesucht. Verwischte Partien, Schimmel und Wasserschäden mindern den Wert stark. Pastelle sollten nie ohne Glas transportiert oder gestapelt werden. Bei Ankauf und Abholung bleibt das Blatt deshalb im Rahmen und wird aufrecht getragen.

So prüfen Sie es

  • pudrige, matte Oberfläche
  • Pigmentkörner unter der Lupe
  • Pigmentstaub am Glas
  • Rahmung mit Abstandsleisten
  • empfindlich gegen Berührung

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.