Künstler: Literatur & Wissenschaft (Autographen)
Arthur Schnitzler
Schriftsteller, Arzt, 1862–1931, Wien
Arzt und Autor der Wiener Moderne; „Liebelei“, „Reigen“, „Leutnant Gustl“ und „Traumnovelle“, dazu ein Tagebuch über fünf Jahrzehnte.
Arthur Schnitzler kam 1862 in der Praterstraße 16 als Sohn des Laryngologen Johann Schnitzler zur Welt. Er studierte Medizin, arbeitete als Arzt und gehörte zum Kreis Jung-Wien um Hermann Bahr, Hugo von Hofmannsthal und Richard Beer-Hofmann. Von 1879 bis zu seinem Tod führte er Tagebuch. Ab 1910 lebte er in der Sternwartestraße in Währing, wo er 1931 starb.
Mit „Anatol“ (1893) und „Liebelei“ (1895 am Burgtheater) wurde Schnitzler bekannt. Die Novelle „Leutnant Gustl“ (1900), ganz als innerer Monolog erzählt, kostete ihn den Offiziersrang als Reservearzt. „Reigen“, 1896/97 geschrieben, löste bei den Aufführungen 1920 in Berlin und 1921 in Wien Skandale aus. Es folgten unter anderem „Der Weg ins Freie“ (1908), „Fräulein Else“ (1924) und „Traumnovelle“ (1925/26).
Schnitzlers Nachlass wurde 1938 nach Cambridge gerettet und liegt heute vor allem in der Universitätsbibliothek Cambridge und im Deutschen Literaturarchiv Marbach. Im Handel erscheinen Briefe, Postkarten, signierte Fotografien und Widmungsexemplare, meist von Büchern des S. Fischer Verlags. Gesucht sind der Privatdruck des „Reigen“ von 1900 und die Erstausgabe von 1903 im Wiener Verlag. Handschrift, Briefpapier und die edierten Tagebücher helfen bei der Einordnung.
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