Künstler: Musik (Autographen & Noten)
Johann Strauss (Sohn)
Komponist, Kapellmeister, 1825–1899, Wien
Walzerkönig und Operettenkomponist; schrieb 1867 in der Praterstraße „An der schönen blauen Donau“, 1874 folgte „Die Fledermaus“.
Johann Strauss (Sohn) kam 1825 in St. Ulrich zur Welt, als Sohn des gleichnamigen Walzerkomponisten, der ihm die Musikerlaufbahn verwehren wollte. Am 15. Oktober 1844 debütierte er mit eigenem Orchester im Casino Dommayer in Hietzing. Nach dem Tod des Vaters 1849 vereinigte er beide Kapellen, 1863–1871 war er k. k. Hofballmusikdirektor. Er starb 1899 in seinem Palais in der Igelgasse und liegt in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof.
In der Wohnung Praterstraße 54 entstand 1867 der Walzer „An der schönen blauen Donau“ op. 314, ursprünglich für Männerchor. Zu seinen rund 500 Werken zählen Walzer wie „Geschichten aus dem Wienerwald“ und der „Kaiserwalzer“, Polkas wie die „Tritsch-Tratsch-Polka“ und Operetten, darunter „Die Fledermaus“ (1874) und „Der Zigeunerbaron“ (1885), beide im Theater an der Wien uraufgeführt. Seine Brüder Josef und Eduard leiteten das Orchester zeitweise mit.
Gesucht sind Notenautographe, Briefe, signierte Fotografien und Albumblätter, auf denen Strauss gern die Anfangstakte des Donauwalzers notierte. Solche Albumblätter wurden auch gefälscht oder als Faksimile gedruckt; Papier, Tinte und Schriftbild sind zu prüfen. Entscheidend ist die Unterscheidung von Vater und Sohn, die beide als „Johann Strauss“ zeichneten, sowie von den Brüdern. Erstdrucke mit lithografierten Titelblättern erschienen bei Carl Haslinger, später bei C. A. Spina und August Cranz; Plattennummern helfen bei der Datierung.
Epochen & Stile
Johann Strauss (Sohn) verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Leopoldstadt
Wohnte in der Praterstraße 54 und schrieb dort 1867 den Donauwalzer.
Wieden
Lebte ab 1878 in seinem Palais in der Igelgasse, heute Johann-Strauß-Gasse, und starb dort 1899.
Neubau
Kam 1825 in St. Ulrich zur Welt.
Simmering
Bestattet in der Musikergruppe des Zentralfriedhofs.
Hietzing
Debütierte 1844 im Casino Dommayer in Hietzing.
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