Künstler: Literatur & Wissenschaft (Autographen)
Hugo von Hofmannsthal
Dichter, Librettist, 1874–1929, Wien – Rodaun
Dichter des Jung-Wien und Librettist von Richard Strauss; Mitbegründer der Salzburger Festspiele, lebte ab 1901 in Rodaun.
Hugo von Hofmannsthal, 1874 in der Salesianergasse in Wien geboren, veröffentlichte schon als Gymnasiast unter dem Namen Loris Gedichte und lyrische Dramen wie „Der Tor und der Tod“ (1893). Er studierte Rechtswissenschaften und Romanistik. Ab 1901 lebte er im Fuchs-Schlössl in Rodaun, wo er 1929 starb, zwei Tage nach dem Suizid seines Sohnes Franz.
Mit „Elektra“ (1909) begann die Zusammenarbeit mit Richard Strauss, es folgten „Der Rosenkavalier“ (1911), „Ariadne auf Naxos“ (1912/1916), „Die Frau ohne Schatten“ (1919), „Die ägyptische Helena“ (1928) und „Arabella“ (1933). Sein „Jedermann“ (1911) eröffnete 1920 die Salzburger Festspiele, die er mit Max Reinhardt und Strauss gegründet hatte. Der fiktive Brief des Lord Chandos (1902) wurde zum Schlüsseltext der Sprachkrise um 1900.
Hofmannsthal schrieb Tausende Briefe; sein Nachlass liegt großteils im Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt und in Harvard. Im Handel erscheinen Briefe, Widmungsexemplare, Erstausgaben bei S. Fischer und im Insel-Verlag sowie die Textbücher der Strauss-Opern bei Adolph Fürstner. Für den „Rosenkavalier“ entwarf Alfred Roller Bühnenbilder und Figurinen, die gedruckt erschienen. Albumblätter mit Gedichtzeilen sind daraufhin zu prüfen, ob es sich um Faksimiledrucke handelt.
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