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Material: Keramik & Porzellan

Hartporzellan

Bei rund 1400 Grad gebranntes, durchscheinendes Porzellan aus Kaolin, Feldspat und Quarz, in Europa ab 1708 in Dresden entwickelt.

Hartporzellan besteht aus Kaolin, Feldspat und Quarz und wird bei etwa 1400 Grad gebrannt. Der Scherben ist dicht, weiß, durchscheinend und klingt hell. Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus gelang 1708 in Dresden die erste europäische Herstellung, 1710 gründete August der Starke die Manufaktur Meissen. 1718 folgte in Wien die Manufaktur von Du Paquier, die spätere Wiener Porzellanmanufaktur, als zweite in Europa. Im 19. Jahrhundert verbreitete sich Hartporzellan industriell.

Dünnes Hartporzellan scheint gegen das Licht durch. An einer unglasierten Stelle, etwa am Standring, ist der Scherben weiß, glatt und nicht saugend. Bruchflächen sind muschelig und glasig. Die Glasur ist hart und mit dem Messer nicht zu ritzen. Beim Anschlagen mit dem Fingernagel entsteht ein heller, klarer Ton. Steingut und Fayence klingen dumpfer, zeigen poröse, gefärbte Scherben und sind nicht durchscheinend.

Hartporzellan ist der Normalfall bei europäischem Porzellan seit dem 18. Jahrhundert; der Wert hängt von Manufaktur, Modell, Malerei und Zustand ab. Haarrisse sind durch vorsichtiges Abklopfen erkennbar, weil der Klang dann scheppert. Klebestellen und Retuschen zeigen sich unter UV-Licht als dunkle oder anders leuchtende Bereiche.

So prüfen Sie es

  • durchscheinend gegen das Licht
  • weißer, nicht saugender Scherben am Standring
  • muscheliger, glasiger Bruch
  • harte Glasur
  • heller, klarer Klang

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.