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Material: Keramik & Porzellan

Aufglasurmalerei

Bemalung auf der bereits gebrannten Glasur mit Muffelfarben, die eine reiche Palette erlaubt, aber durch Gebrauch abnutzt.

Aufglasurmalerei entsteht mit Muffelfarben auf der fertig glasierten Oberfläche. Die Farben werden bei etwa 700 bis 900 Grad in einem Muffelofen eingebrannt und verbinden sich nur oberflächlich mit der Glasur. Diese niedrige Temperatur erlaubt eine große Farbpalette mit Rot, Grün, Gelb, Purpur und Gold. Fast alle bunt bemalten Porzellane des 18. und 19. Jahrhunderts aus Meissen, Wien oder Sèvres sind so dekoriert, ebenso die Arbeiten der Hausmaler.

Aufglasurfarben liegen spürbar auf der Glasur und zeigen im Streiflicht eine leicht erhabene Schicht. Bei Gebrauch reiben sie ab, besonders an Rändern, Henkeln und Tellerspiegeln. Unter der Lupe sind Pinselstriche sichtbar. Abziehbilder, die seit dem 19. Jahrhundert verwendet werden, zeigen dagegen Rasterpunkte oder eine gleichmäßige Folienkante. Nachträgliche Bemalungen auf Weißware lassen sich an der Marke und an Schleifstrichen erkennen. Gold liegt fast immer auf der Glasur.

Für die Bewertung zählen Qualität und Erhaltung der Malerei. Abgeriebene Dekore mindern den Wert erheblich. Fein gemalte Szenen, Blumen und Veduten von Manufakturmalern sind gesucht. Hausmalerei auf Manufakturporzellan wird gesondert eingeordnet und je nach Qualität unterschiedlich bewertet. Signierte Malereien, etwa auf Veduten- und Porträttassen, steigern das Interesse zusätzlich.

So prüfen Sie es

  • fühlbar erhabene Farbschicht
  • Abrieb an Rändern und Henkeln
  • sichtbare Pinselstriche
  • breite Farbpalette
  • Rasterpunkte bei Abziehbildern

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.