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Material: Keramik & Porzellan

Goldstaffage

Golddekor auf Porzellan und Glas, als polierbares Poliergold oder als ab etwa 1830 verbreitetes, dünneres Glanzgold aufgetragen.

Goldstaffage bezeichnet die Vergoldung von Rändern, Henkeln, Reliefs und Ornamenten auf Porzellan und Glas. Bis ins 19. Jahrhundert verwendete man Poliergold, ein Pulver aus Gold mit Bindemittel, das nach dem Brand matt erscheint und mit Achat oder Glasbürste poliert wird. Um 1830 kam Glanzgold auf, eine flüssige Goldlösung, die ohne Polieren glänzt, aber dünner ist. Die Wiener Porzellanmanufaktur der Sorgenthal-Zeit schuf aufwendige Dekore mit reliefiertem Gold.

Poliergold wirkt satt, warm und weich im Glanz; es kann matte und polierte Partien zeigen und Gravuren tragen. Glanzgold ist spiegelnd, hell und dünn und reibt rasch ab, besonders in der Spülmaschine. Reliefgold liegt erhaben und ist fühlbar. Abgeriebene Stellen zeigen bei Poliergold einen gelblichen Rest, bei Glanzgold meist nur noch die Glasur. Goldfarbe auf Bronzebasis dunkelt nach und wirkt stumpf.

Gut erhaltene Vergoldungen steigern den Wert historischer Porzellane; abgeriebenes Gold mindert ihn deutlich. Bei Porzellan der Sorgenthal-Zeit und Biedermeier-Tassen ist der Zustand des Goldes ein wichtiger Bewertungspunkt. Nachvergoldungen sind möglich, aber an zu frischem Glanz und fehlender Abnutzung erkennbar. Bei Glas wirkt eine abgeriebene Vergoldung an Lippe und Fuß ähnlich wertmindernd.

So prüfen Sie es

  • satter Glanz bei Poliergold
  • spiegelnder, dünner Glanz bei Glanzgold
  • fühlbares Reliefgold
  • Abrieb an Rändern und Henkeln
  • dunkle Bronzefarbe als Ersatz

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.