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Material: Email, Steine & Schmuck

Naturperle

Ohne menschliches Zutun gewachsene Perle, bis in die 1920er-Jahre Standard des Perlenschmucks und heute nur mit Laborprüfung sicher bestimmbar.

Naturperlen entstehen, wenn eine Muschel einen Fremdkörper oder eine Verletzung mit Perlmuttschichten umhüllt, ohne dass der Mensch eingreift. Die bedeutendsten Fanggebiete lagen im Persischen Golf, im Roten Meer und vor Sri Lanka, im Handel als Orientperlen bezeichnet. Auch Flussperlmuscheln in Bayern, Böhmen und Österreich lieferten Perlen. Bis in die 1920er-Jahre bestand Perlenschmuck fast ausschließlich aus Naturperlen; danach verdrängten Zuchtperlen sie weitgehend. Historische Ketten und Ohrgehänge aus der Zeit vor 1930 können deshalb Naturperlen enthalten.

Naturperlen sind oft nicht perfekt rund, zeigen einen tiefen Lüster und konzentrische Schichten bis ins Zentrum. Mit bloßem Auge lassen sie sich von Zuchtperlen nicht sicher unterscheiden. Ein Blick ins Bohrloch kann bei Zuchtperlen die Grenze zwischen Kern und Perlmuttschicht zeigen. Sicherheit bringt nur eine Röntgenuntersuchung in einem gemmologischen Labor wie SSEF oder Gübelin. Der Zahntest trennt lediglich echte Perlen von Imitationen: Echte fühlen sich leicht rau an.

Naturperlen mit Laborzertifikat erzielen ein Vielfaches des Werts gleich großer Zuchtperlen. Alte Ketten aus Familienbesitz verdienen deshalb eine Prüfung vor dem Verkauf. Imitationen aus Glas oder Kunststoff und Zuchtperlen sind weit häufiger als Naturperlen. Kleine Saatperlen in Schmuck des 19. Jahrhunderts sind meist Naturperlen, haben aber einzeln wenig Wert.

So prüfen Sie es

  • unregelmäßige Formen mit tiefem Lüster
  • keine sichtbare Kerngrenze im Bohrloch
  • Laborzertifikat nötig
  • leicht rauer Zahntest
  • Herkunft aus Schmuck vor 1930

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.