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Material: Email, Steine & Schmuck

Champlevé

Grubenschmelz, bei dem Email in ausgehobene Vertiefungen des Metalls gefüllt wird, berühmt aus Limoges im 12. und 13. Jahrhundert.

Beim Champlevé hebt der Emailleur Vertiefungen aus einer Metallplatte aus, meist aus Kupfer oder Bronze, und füllt sie mit Email. Die stehengebliebenen Metallflächen bilden Konturen und werden häufig vergoldet. Im 12. und 13. Jahrhundert wurden Limoges und das Maasgebiet zu Zentren für Reliquiare, Kreuze, Buchdeckel und liturgisches Gerät. Im Historismus des 19. Jahrhunderts griffen Goldschmiede in Wien und Paris die Technik für Uhren, Dosen, Leuchter und Kirchengerät wieder auf.

Champlevé erkennt man an breiteren Metallkonturen als beim Cloisonné, die aus dem Grund herausgearbeitet und nicht aufgesetzt sind. Das Email ist oft opak und sitzt in deutlich vertieften Feldern. An Fehlstellen sieht man die ausgehobene Grube. Vergoldete Konturen zeigen Abrieb. Mittelalterliche Stücke bestehen aus Kupfer mit Feuervergoldung, spätere oft aus Messing oder Silber. Gegossene Imitationen mit Farbe zeigen keine glasige Oberfläche. Unter der Lupe zeigt echtes Email kleine Bläschen und Schleifspuren.

Mittelalterliches Limoges-Champlevé ist museal und selten im Handel; Kopien und Fälschungen des 19. Jahrhunderts sind verbreitet. Historistische Arbeiten aus Wien und Paris werden nach Qualität und Zustand bewertet. Kirchliches Gerät erfordert eine Prüfung der Provenienz. Ausgebrochenes Email mindert den Wert und lässt sich nur mit großem Aufwand ergänzen.

So prüfen Sie es

  • breite, aus dem Grund gearbeitete Metallkonturen
  • Email in vertieften Gruben
  • vergoldete Konturen
  • Kupfer oder Bronze als Grund
  • glasige Oberfläche

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.