Material: Email, Steine & Schmuck
Limoges-Email
Maleremail auf Kupfer aus Limoges, seit dem späten 15. Jahrhundert, im 19. Jahrhundert als Wiener Email des Historismus nachgeahmt.
Beim Maleremail trägt der Künstler Emailfarben wie Malfarben auf eine Kupferplatte auf und brennt sie in mehreren Schichten ein. Limoges wurde ab dem späten 15. Jahrhundert zum Zentrum dieser Technik; Léonard Limosin und die Familie Pénicaud schufen Platten, Schalen und Kannen mit Grisaillen, Porträts und mythologischen Szenen. Im 19. Jahrhundert belebten Pariser und Wiener Werkstätten das Maleremail wieder. Das sogenannte Wiener Email des Historismus ahmte Renaissancevorbilder auf vergoldetem Silber nach.
Maleremail zeigt eine glasige, geschlossene Malschicht ohne Stege. Grisaillen sind in Weiß auf schwarzem oder blauem Grund gemalt, Farben häufig mit Goldhöhungen. Die Rückseite trägt Gegenemail, das ein Verziehen verhindert, oft fleckig dunkel. Unter der Lupe zeigen sich feine Bläschen und Pinselstrukturen. Wiener Arbeiten des Historismus sitzen in vergoldeten Silberfassungen mit österreichischen Punzen. Porzellanmalerei wirkt glatter, Malerei auf Kunststoff stumpfer.
Limoges-Email des 16. Jahrhunderts ist museal. Wiener Email des Historismus mit fein gemalten Szenen und gut erhaltener Vergoldung ist gesucht und wird nach Qualität und Zustand bewertet. Spätere Limoges-Souvenirware mit gedruckten Motiven hat geringen Wert. Sprünge und Abplatzungen mindern den Wert stark.
So prüfen Sie es
- geschlossene Malschicht ohne Stege
- Grisaille in Weiß auf dunklem Grund
- Gegenemail auf der Rückseite
- Goldhöhungen
- vergoldete Silberfassungen bei Wiener Email
Limoges-Email verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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