Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Material: Email, Steine & Schmuck

Bein (Knochen)

Tierknochen als Werkstoff für Knöpfe, Griffe, Würfel, Nadelbüchsen und Schnitzereien, oft als Ersatz für Elfenbein.

Unter Bein versteht das Kunsthandwerk Knochen, meist von Rindern, der gekocht, entfettet, gebleicht und dann gesägt, gedrechselt oder geschnitzt wird. Beinschnitzer fertigten seit dem Mittelalter Kämme, Würfel, Spielsteine, Nadelbüchsen, Messergriffe, Knöpfe, Rosenkränze und kleine Andachtsbilder. Bein diente als preiswerter Ersatz für Elfenbein, etwa für Einlagen in Möbeln und Kassetten. Französische Kriegsgefangene schufen um 1800 in englischen Lagern Schiffsmodelle aus Rinderknochen, die heute gesammelt werden.

Bein zeigt unter der Lupe kleine dunkle Punkte und Striche, die Kanäle der ehemaligen Blutgefäße. Schreger-Linien wie bei Elfenbein fehlen. Die Oberfläche ist weiß bis gelblich, oft mit bräunlichen Flecken. Bein ist härter und spröder als Horn und splittert bei Bruch. Celluloid und Kunststoff wirken gleichmäßig und leicht. Gegen das Licht gehalten ist dünnes Bein kaum durchscheinend. Alte Schnitzereien zeigen in Vertiefungen eingelagerten Schmutz und eine weich polierte Oberfläche.

Gegenstände aus Bein haben meist geringen Materialwert, gute Schnitzereien, Kriegsgefangenenmodelle und Volkskunst mit Datierung finden jedoch Sammler. Als Elfenbein angebotene Beinarbeiten sind häufig. Für Bein von Haustieren gelten keine Artenschutzbeschränkungen, anders als für Knochen geschützter Arten. Gedrechselte Nadelbüchsen und Würfel aus dem 18. und 19. Jahrhundert sind beliebte Sammelstücke.

So prüfen Sie es

  • dunkle Punkte und Striche unter der Lupe
  • keine Schreger-Linien
  • weiß bis gelblich mit Flecken
  • spröde, splitternde Bruchkanten
  • kaum durchscheinend

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.