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Material: Email, Steine & Schmuck

Markasit

Facettierter Pyrit mit metallischem Glanz, in Silber pavé gefasst, typisch für Schmuck und Uhren der 1920er- bis 1950er-Jahre.

Im Schmuckhandel bezeichnet Markasit kleine, facettiert geschliffene Steinchen aus Pyrit, einem Eisensulfid mit messinggrauem, metallischem Glanz. Das Mineral Markasit selbst ist zu instabil für Schmuck. Bereits im 18. Jahrhundert diente Pyrit als preiswerter Ersatz für Diamanten; seine Blüte erlebte der Markasitschmuck im Art déco und in den Jahrzehnten danach. Broschen, Ringe, Anhänger, Armbänder und Damenuhren aus Silber mit Markasitbesatz wurden in Pforzheim, Wien und Paris in großen Mengen gefertigt, oft kombiniert mit Onyx, Chrysopras oder Email.

Markasite zeigen einen grauen, metallischen Glanz und sitzen dicht nebeneinander in kleinen Fassungen, gehalten von winzigen Krappen oder aufgedrückten Rändern. Bessere Stücke sind gefasst, einfache geklebt; geklebte Steine fallen leicht heraus. Die Fassung besteht meist aus Silber mit Stempel „925“, „835“ oder „800“. Fehlende Steine sind häufig. Unter der Lupe zeigen echte Markasite scharfe Facetten, Glas- und Metallimitationen weichere Formen. Feuchtigkeit lässt Pyrit anlaufen und bildet dunkle Ränder.

Markasitschmuck wird vor allem nach Gestaltung, Zustand und Silbergewicht bewertet. Signierte Stücke bekannter Hersteller und Entwürfe des Art déco mit zusätzlichen Farbsteinen sind gesucht. Viele fehlende oder geklebte Steine mindern den Wert. Das Nachsetzen einzelner Steine ist möglich und üblich.

So prüfen Sie es

  • grauer, metallischer Glanz
  • dicht gesetzte, facettierte Steinchen
  • Silberstempel an der Fassung
  • gefasste statt geklebte Steine
  • fehlende Steine als häufiger Mangel

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.