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Künstler: Internationale Grafik

Christian Rohlfs

Maler, Grafiker, 1849–1938, Groß Niendorf – Weimar – Hagen

Maler aus Holstein, der mit über fünfzig Jahren am Folkwang in Hagen zum Expressionisten wurde; Holz- und Linolschnitte, Wassertempera auf Papier.

Christian Rohlfs studierte an der Kunstschule in Weimar und malte dort zunächst Landschaften in der Tradition des Naturalismus. 1901 holte ihn Karl Ernst Osthaus an das Folkwang-Museum nach Hagen, wo er mit den Werken der französischen Moderne in Berührung kam. Aufenthalte in Soest, wo er Emil Nolde traf, und ab 1927 in Ascona folgten. 1937 wurden über 400 seiner Werke beschlagnahmt. Er starb 1938 in Hagen.

Rohlfs' Spätwerk ist expressiv: Landschaften, Kirchtürme von Soest, Blumen und religiöse Szenen in leuchtender, transparenter Farbe. Er entwickelte eine Wassertempera auf Papier, die er schichtete und wieder auswusch. Holzschnitte und Linolschnitte druckte er oft selbst mit der Hand, in wenigen Abzügen und mit Variationen in Farbe und Papier. Die Blumenbilder der Asconeser Jahre sind sein bekanntestes Spätwerk. Die Blumenbilder malte er bis kurz vor seinem Tod.

Rohlfs' Holzschnitte sind oft Unikatdrucke oder in sehr kleinen Auflagen gedruckt; Varianten sind daher kein Widerspruch zur Echtheit. Wassertemperablätter sind lichtempfindlich. Vergleichsbestände besitzen das Osthaus Museum Hagen und das Christian-Rohlfs-Museum. Bei Werken aus deutschen Sammlungen ist die Herkunft 1937–1945 zu klären. Arbeiten der Weimarer Jahre vor 1901 sind naturalistisch und stilistisch leicht vom Spätwerk zu unterscheiden.

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