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Künstler: Internationale Grafik

Théophile-Alexandre Steinlen

Zeichner, Grafiker, Plakatkünstler, 1859–1923, Lausanne – Paris

Schweizer Zeichner des Pariser Montmartre; das Plakat „Tournée du Chat Noir“ (1896) mit der schwarzen Katze gehört zu den meistreproduzierten Plakaten.

Théophile-Alexandre Steinlen kam aus Lausanne, arbeitete zunächst als Musterzeichner für Textilien und zog 1881 nach Paris. In Montmartre verkehrte er im Cabaret „Le Chat Noir“ und zeichnete für Zeitschriften wie „Gil Blas illustré“, „Le Rire“ und „L'Assiette au Beurre“. Sein Interesse galt Arbeitern, Wäscherinnen, Straßenkindern und Katzen. Er stand den Anarchisten und Sozialisten nahe. 1901 wurde er französischer Staatsbürger. Steinlen starb 1923 in Paris.

Steinlens Plakate verbinden einfache, kräftige Umrisse mit großen Farbflächen; „Tournée du Chat Noir“ (1896) und „La Rue“ (1896) sind die bekanntesten. Er schuf Lithografien, Radierungen und Zeichnungen in Kohle und Kreide, häufig mit Katzen, Straßenszenen und sozialkritischen Motiven. Im Ersten Weltkrieg zeichnete er Soldaten und Flüchtlinge. Seine Buchillustrationen, etwa zu Anatole France, erschienen in bibliophilen Ausgaben. Katzen zeichnete er unzählige Male, oft nach eigenen Tieren.

Die Druckgrafik verzeichnete Ernest de Crauzat (1913). Originalplakate sind Lithografien mit Druckervermerk, oft großformatig und auf dünnem Papier; moderne Nachdrucke des Chat-Noir-Plakats sind allgegenwärtig. Lithografien und Radierungen sind meist mit Bleistift signiert oder monogrammiert. Zeitschriftenseiten aus „Gil Blas“ sind gedruckte Illustrationen, keine Einzelgrafik. Zeichnungen in Kohle und Kreide verwischen leicht und brauchen eine Rahmung mit Abstand zum Glas.

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