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Künstler: Internationale Grafik

Félix Vallotton

Maler, Holzschneider, 1865–1925, Lausanne – Paris

Schweizer Holzschneider der Nabis; „Intimités“ (1898) und „C'est la guerre“ (1916) erneuerten den Schwarz-Weiß-Holzschnitt.

Félix Vallotton kam 1882 aus Lausanne nach Paris, studierte an der Académie Julian und schloss sich den Nabis an. In den 1890er Jahren wurde er mit Holzschnitten bekannt, die in Zeitschriften wie „La Revue blanche“ erschienen. 1899 heiratete er Gabrielle Rodrigues-Henriques aus der Kunsthändlerfamilie Bernheim und wandte sich verstärkt der Malerei zu. 1900 wurde er französischer Staatsbürger. Er starb 1925 in Paris.

Vallottons Holzschnitte arbeiten mit reinem Schwarz und Weiß, großen dunklen Flächen und präzisen Konturen: Pariser Straßenszenen, Demonstrationen, Badende, Bildnisse von Schriftstellern und Musikern. Die Folge „Intimités“ (1898) mit zehn Blättern zeigt Paare in bürgerlichen Interieurs, „C'est la guerre“ (1916) mit sechs Blättern den Krieg. Seine Gemälde sind kühl, glatt und oft ironisch, Akte und Landschaften inbegriffen. Er schrieb auch Romane und Kunstkritiken.

Die Holzschnitte verzeichneten Maxime Vallotton und Charles Goerg (1972). Nach Abschluss einer Auflage ließ Vallotton manche Stöcke unbrauchbar machen; späte Abzüge sind daher selten, Reproduktionen aber verbreitet. Zeitschriftendrucke aus „La Revue blanche“ sind kleiner und auf dünnem Papier. Die Fondation Félix Vallotton in Lausanne gibt Auskunft zu Gemälden. Bildnisholzschnitte erschienen auch in Büchern.

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